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Der pH-Wert Ihres Poolwassers

15.04.2019 17:51 0 Kommentare

Der pH-Wert ihres Pools

Wie wichtig die Wasserpflege für die Hygiene des Pools und die Qualität des Wassers ist, wissen die meisten Poolbesitzer aus schmerzlicher Erfahrung. Probleme mit der Wasserqualität hatte wohl nahezu jeder schon einmal. In ein paar Schritten lässt sich das Schwimmbad aber wieder zu einer Oase mit klarem und hygienischem Wasser verwandeln. 

Der pH-Wert des Pools ist den meisten Poolnutzern gar nicht bekannt. Sollte er aber sein. Gut gepflegtes Poolwasser hat eine pH-Wert zwischen 7,0 – 7,4.

Im eigenen Pool sollte man sich intensiver mit dem pH-Wert beschäftigen. Dieser Wert hat entscheidende Auswirkungen auf die Wasserqualität. Denn ist er zu niedrig, kann es zu Augen- und Hautreizungen kommen. Ist der pH-Wert zu hoch, stört er die Wasserpflege, denn das zugegebene Chlor verliert an Desinfektionswirkung. 

Was ist ein pH-Wert eigentlich?


Das pH steht für "potentia hydrogenii", die lateinische "Stärke des Wasserstoffs" und zeigt die Wasserstoffionenkonzentration an. 
Dieser Wert gibt an, ob das Wasser neutral, sauer oder alkalisch ist. Ein optimaler Wert sollte zwischen 7,0 und 7,4. Alle Werte darunter weisen auf saures Wasser hin, alle Werte darüber auf Wasser im eher alkalischen Bereich. Der Wert von Trinkwasser aus der Leitung liegt übrigens im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. Das bedeutet, er ist in der Praxis meist zwischen 7,0 bis 8,5 und müsste für optimales Poolwasser mit einer optimalen Wirkung des Chlors zur Desinfektion auch noch behandelt werden. 

Wieso ist der richtige pH-Wert so wichtig?


Der Wert und dessen Bestimmung stehen an erster Stelle, wenn es um die Planung und die Regulierung der Wasserpflege geht. Das liegt unter anderem daran, dass sich durch diesem Wert die Wirksamkeit der Chemikalien und auch die Auswirkungen auf die Wasserqualität des Poolwassers verändern lassen. Ist das Wasser zu sauer, kann es zu Schäden an den Einbauteilen durch Korrosion kommen. Die Säuren im Wasser können unter Umständen auch Haut- und Augenreizungen bei den Poolnutzern hervorrufen. Ist das Wasser alkalisch, trübt es sich mit der Zeit ein, weil das dosierte Chlor seine desinfizierende Wirkung verliert. Zusätzlich dazu kann es zu Kalkablagerungen kommen. 

Egal welches Problem mit dem Poolwasser besteht. Der Beginn zur Behebung ist immer das Messen und die Einstellung des pH-Wertes. Denn bevor der Wert nicht richtig eingestellt ist, wird sich die Dosierung von Chlor nicht lohnen. 

Wie lässt sich der pH-Wert messen und testen?


Einige Poolbesitzer verlassen sich hier beim Messen komplett auf die automatische Mess-, Regel- und Dosieranlage. So lange diese gut funktioniert und eingestellt ist, braucht man tatsächlich gar nicht oder nur zur Kontrolle zusätzlich messen. Sobald allerdings die Qualität des Poolwassers nicht mehr stimmt, sollte einmal der pH-Wert hinterfragt und gemessen werden. Der Wert lässt sich auf unterschiedliche Weise messen. Die einfachste Methode, um ihn selbst, kostengünstig und schnell zu messen, sind Pooltester mit Testtabletten. Die Tabletten werden in eine Kammer mit Poolwasser gegegeben und zeigen dann anhand von Verfärbungen den Säuregrad des Wassers an. Daneben gibt es mittlerweile auch digitale Tester und Messgeräte, wie Photometer und andere Wasseranalysegeräte, die diese Aufgabe für die Poolbesitzer übernehmen und teilweise nach dem Messen auch eigenständig regulierende Chemikalien in den Pool abgeben, um den pH-Wert wieder in den neutralen Bereich zu bringen. 

Welcher pH-Wert ist der richtige für meinen Pool?


Beim Messen des Wertes sollte darauf geachtet werden, dass die Gräte richtig kalibriert sind und alles nach Anleitung geschieht. Oft entstehen Fehler auch bei der Verwendung falscher Zubehörteile. Der optimale Wert liegt zwischen 7,0 und 7,4. Teilweise werden in der Literatur auch Werte bis zu 7,6 als richtig angegeben. Diese Werte sind weder sauer noch alkalisch und beeinträchtigt die Wasserqualität des Pools somit nicht. 

Wie passe ich den pH-Wert an?


Zuerst sollte man schauen, wieso sich der pH-Wert des Wassers verändert hat. Der Wert kann durch Temperatur, Zulauf von Regenwasser und auch durch die Alkalität oder Karbonathärte aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Aber auch die Nutzung des Pools führt natürlich zu einer Veränderung des pH-Werts, die gegebenenfalls ausgeglichen werden muss. 

Bevor man sich mit dem pH-Wert senken oder erhöhen auseinandersetzt, sollten erst einmal diese Werte wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. So kann es unter Umständen sein, dass zu viel Regenwasser dafür sorgt, dass dem Wasser Mineralien fehlen. Das kann dazu führen, dass es bei Zugabe von Chemikalien, um den Säuregrad zu verändern, zu einem Säuresturz kommt. Die Karbonathärte sollte mindestens 2° kH (36ppm) betragen. Ansonsten ist es zu empfehlen erst sie zu behandeln, bevor man beginnt den pH-Wert zu verändern. 

Der pH-Wert selbst lässt sich dann durch genau dosierte Zugabe von pH-Minus oder pH-Plus steuern. Beides gibt es sowohl in flüssiger als auch in Granulatform. Nach dem Messen wird dann in entsprechender Menge dosiert und behandelt. 

pH-Plus und pH-Minus richtig dosieren


Wie die Namen schon sagen, wird der Wert durch die beiden Mittel bei pH-Plus erhöht und bei pH-Minus erhöht. Das geschieht unter Zugabe des jeweiligen Mittels. Die genaue Dosierung findet sich auf der Verpackung. Diese Angabe wird besagen, wie viel des Mittels hinzu gegeben werden muss, damit sich das Wasser um 0,1 verändern lässt. Die Angabe wird in Gramm oder Milliliter pro Kubikmeter Volumen des Pools angegeben. Wie groß das Volumen des Pools ist, lässt sich anhand verschiedener Formeln (je nach Poolform) mehr oder weniger einfach ausrechnen. Übernimmt man dafür die Angabe des Herstellers, muss darauf geachtet werden, dass die Füllhöhe entscheidend ist und nicht das reine Fassungsvermögen des Schwimmbeckens. Es empfiehlt sich eine Dosierung in Schritten mit regelmäßiger Kontrolle, damit der pH-Wert nicht bei Überdosierung in die andere Richtung ausschlägt. 

Kleines Fazit zum Thema


Der Wert ist im Grunde Dreh- und Angelpunkt bei der Wasserpflege. Denn nicht nur zu viele Säuren im Pool sind schädlich. Zu basischer Werte greifen den natürlichen Säurefilm der Haut an und können zu Reizungen führen. Da der Säuregrad des Wassers die komplette restliche Wasserpflege beeinflusst, lohnt es sich diesen in regelmäßigen Abständen zu messen. Messgeräte und Teststreifen gibt es in verschiedenen Preisklassen und Ausführungen. Nach Erhalt der Messergebnisse kann dann mit der passenden Chemikalie berechnet auf die Wassermenge des Pools am Säuregehalt des Wassers reguliert werden. Auch die komplette Wasserdesinfektion und Reinigung ist von diesem Wert abhängig, da Chlor seine Wirkung verliert, wenn das Wasser zu alkalisch ist.

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