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Den Pool für die Badesaison vorbereiten - die Anleitung

27.09.2019 17:17 0 Kommentare

Frau entspannt am Pool

Wenn die Temperaturen steigen und die Badesaison nicht mehr lange auf sich warten lässt, wird es Zeit für die Inbetriebnahme Ihres Pools. Denn nur mit einer sorgfältigen Vorbereitung können Sie das Beste aus Ihrem Pool herausholen.
In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie vorgehen müssen, worauf Sie achten sollten und wir erklären Ihnen, warum eine gründliche Vorbereitung auf die Badesaison zwingend notwendig ist.

Die Überwinterung des Pools

Die Überwinterung des Pools ist die Grundlage einer einwandfreien Vorbereitung auf die Badesaison, denn die perfekte Überwinterung erspart Ihnen eine Menge Arbeit. So müssen Sie sich nicht um Frostschäden oder extreme Verschmutzungen kümmern und können dementsprechend die Inbetriebnahme Ihres Pools schneller über die Bühne bringen.
Eine kurze Übersicht der Vorteile einer erfolgreichen Überwinterung:

  • Weniger Schmutz im Swimmingpool (Überwinterung mit abgedecktem Pool) bedeutet leichtere Reinigung
  • Vermeidung von Frostschäden (Wasser wird bis unter die oberen Einlaufdüsen gesenkt, Leitungen und Skimmer werden entleert und mit Winterstopfen verschlossen)
  • Poolwasser muss nach optimaler Überwinterung nicht unbedingt ausgetauscht werden (Verwendung von ausreichendem Überwinterungsmittel und Chlor bei stabilem pH-Wert)

Algenvorbeugung vor der Badesaison

Algen nisten sich gerne im Pool ein und können Ihnen während der Badesaison den Badespaß versauen. Um das zu verhindern, können neben der normalen Algenvorbeugung durch Algezid auch die Beckenwände vor der Neubefüllung damit eingestrichen werden. So können Sie die Wasserpflege optimal vorbereiten.

Beginn und Ablauf der Inbetriebnahme des Pools

Wir empfehlen Ihnen nicht zu spät mit der Vorbereitung Ihres Schwimmbeckens anzufangen, denn die Wasserqualität kann sich durch die steigenden Temperaturen verschlechtern (zum Beispiel durch Algenbildung). Vor allem wenn Sie eine lichtdurchlässige Poolabdeckung verwenden, sollten Sie nicht zu lange warten, denn Algen lieben Wärme und Licht. Aus diesem Grund sollte man zu lichtundurchlässigen Poolabdeckungen greifen. Des Weiteren kann Ihnen defekte Technik einen Strich durch die Rechnung machen, wenn sie dies erst kurz vor knapp bemerken sollten. Der optimale Zeitpunkt ist daher der Frühlingsbeginn oder auch früher, wenn die Temperaturen auf über 15 Grad angestiegen sind.

Schritte der Inbetriebnahme:

1. Poolabdeckung entfernen und reinigen

Bevor Sie die Poolabdeckung entfernen, sollten Sie vorhandene Wasseransammlungen auf der Poolabdeckung beseitigen. Dies können Sie zum Beispiel mit einer Tauchpumpe tun. Reinigen Sie anschließend die Poolabdeckung, damit kein zusätzlicher Schmutz in den Pool gelangt und die Abdeckung für den nächsten Einsatz bereit ist. Die Poolabdeckung kann anschließend eingerollt oder verstaut werden, je nachdem welche Poolabdeckung Sie verwendet haben (zum Beispiel Winterplane, Sicherheitsabdeckung, Sommerabdeckung etc.). Kontrollieren Sie anschließend sorgfältig die Poolausstattung.

2. Groben Schmutz aus dem Becken entfernen

Benutzen Sie zunächst einen Laub- und Bodenkescher um Blätter aus dem Gartenpool zu bekommen. Sonstigen groben Schmutz können Sie mit einem Hochdruckreiniger entfernen. Anschließend lassen Sie das Wasser ab, um problemlos die Wände und den Boden Ihres Schwimmbeckens mithilfe einer Bürste oder einem Schwamm reinigen zu können. Auch hier können Sie vorsichtig den Hochdruckreiniger verwenden. Vergessen Sie nicht die Verschlussstopfen oder Eispolster zu entfernen. Die Einlaufdüsen sollten auch gereinigt werden. Spülen Sie den Pool in Ihrem Garten nach der Reinigung gründlich aus.

Saure Reiniger

Haben sich Kalkablagerungen, farbige Ablagerungen oder mineralische Ablagerungen an Ihrem Beckenrand oder Boden festgesetzt, so werden Sie diese am besten mit einem sauren Reiniger (wässrig, pH-Wert geringer als 6) los. Saure Reinigungsmittel sollten immer zuerst verwendet werden, da das verbrauchte Wasser (durch abspülen) auch abgelassen werden muss.

Alkalische Reiniger

Für das Entfernen von Schmutz, Fett und Öl die beste Wahl. Alkalische Reiniger gibt es in verschiedenen Stärken. Starke Reiniger haben üblicherweise einen pH-Wert von mehr als 12, „schwache“ alkalische Poolreiniger einen Wert zwischen 9 und 12.

Entspannung in klarem Poolwasser

3. Pool mit frischem Wasser befüllen

Wenn die Reinigung Ihres Schwimmbeckens abgeschlossen ist und Sie nochmals Dichtungen und Sicherungen überprüft haben, kann der Pool wieder mit frischem Wasser aufgefüllt werden. Bitte verwenden Sie ausschließlich Leitungswasser, da es im Gegensatz zum Brunnenwasser weniger vorbelastet ist. Aber auch beim Leitungswasser sollte man Härtestabilisator hinzugeben. Dadurch werden Kalkausfällungen verhindert.

Wenn Sie dennoch Brunnenwasser verwenden möchten, sollten Sie Metall Ex hinzugeben. Metall Ex verhindert die Metallausfällung und kann die Gesamthärte Ihres Poolwassers senken.

Hinweis: Brunnenwasser ist ungeeignet für das Schwimmbad. Wir empfehlen niemals Brunnenwasser.

4. Sandfilteranlage startklar machen

Bevor Sie Ihre Sandfilteranlage starten, sollten Sie das Filtermaterial kontrollieren. Ist das Filtermedium (z.B. Sand) stark verschmutzt oder verkalkt, können Sie das Material reinigen und entkalken. Beachten Sie bitte, dass das Filtermaterial regelmäßig ausgetauscht werden muss, um sauberes und gesundes Wasser in Ihrem Pool erzielen zu können.

Die Austauschzeiten des Filtermaterials:

  • Filtersand: 2 - 3 Jahre
  • Filterglas: 5 – 7 Jahre
  • AFM: 10 - 12 Jahre

Empfehlung: AFM – Aktiviertes Filter-Medium:

AFM Filterglas ist ein Aktiviertes Filter-Material aus ausgewähltem, reinem und grünem Altglas, das neben einer 30 Prozent besseren Filterung im Gegensatz zum Quarzsand auch eine selbstdesinfizierende Eigenschaft besitzt. Mit AFM Filterglas bildet sich kein Biofilm auf dem Filterbett. Das bedeutet: es entsteht kein Trichloramin - somit kein Chlorgeruch und Sie haben einen geringeren Chlorverbrauch. Krankheitserreger wie Legionellen können sich erst gar nicht bilden. Der überzeugendste Punkt ist jedoch die Haltbarkeit von 8 – 10 Jahren.

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So bereiten Sie Ihre Filteranlage optimal vor:

  • Füllen Sie den Vorfilterkorb mit Wasser und führen Sie eine kurze Rückspülung durch. Nach ein paar Minuten schalten Sie die Anlage wieder aus.
  • Nun stellen Sie die Anlage kurz auf "nachspülen" und schalten Sie ebenso anschließend wieder ab.
  • Nach diesem Schritt können Sie die Anlage auf "filtern" schalten und die Filteranlage laufen lassen.
  • Stellen Sie die tägliche Filterzeit ein.

5. Aufbereitung des Poolwassers

Messen Sie zunächst wie gewohnt den pH-Wert des Wassers und passen Sie diesen gegebenenfalls mit pH-Plus oder pH-Minus an. Wasserpflege-Produkte wirken nur bei optimalem pH-Wert, deshalb ist es wichtig den Wert oft zu überprüfen. Den Wert können Sie mit Teststreifen, einem Schütteltest oder einem elektronischen Messgerät bestimmen. Optional können Sie anschließend eine Flock-Kartusche in den Skimmer legen, um Trübstoffe besser herausfiltern zu können. Zur Algenvorbeugung bietet sich ein Algizid an, dass Sie direkt in Ihren Pool geben können.

Für die Desinfektion wird nun eine Stoßchlorung durchgeführt. Dem Wasser wird hierbei so lange Chlor hinzugefügt, bis ein Chlorgehalt von 5 mg pro Liter erreicht ist. Dabei wird die Filteranlage 48 Stunden laufen gelassen und der Chlor-Wert angepasst, falls er unter die benötigten 5 mg pro Liter fällt. Nachdem sich der Chlorwert wieder normalisiert hat, können Sie wie gehabt die Aufbereitung Ihres Pools fortsetzen und in Ihrem Pool schwimmen gehen.

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