Wasserpflege Poolchemie


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Sie wollen die richtige Wasserpflege für Ihren Pool? Wir helfen Ihnen bei der Pflege Schritt für Schritt!

Ein Pool oder Pool wirken nur dann einladend, wenn auch die Wasserqualität stimmt. Die stimmt nur, wenn die Poolpflege auch rundum passt. Die lässt sich dauerhaft nicht allein dadurch halten, den Pool mechanisch zu reinigen. Ganz ohne Chemie geht es nicht. Jetzt bitte nicht erschrecken, aber dazu müssen ein paar Faktoren gut zusammen spielen:
Zur erfolgreichen Wasseraufbereitung eines Pools gehören neben der mechanischen Filterung durch die Poolfilteranlage, eine ausreichende Durchströmung, die chemische Desinfektion und die pH-Wert-Regelung des Poolwassers.
Mit der mechanischen Filterung allein werden nicht alle Schadstoffe beseitigt und das Poolwasser wird nicht keimfrei. Die Behandlung mit geeigneten chemischen Produkten ist im Grunde also unverzichtbar.

Worauf muss man besonders bei der Wasserpflege achten?

Achtung: für die Planung des sauberen Poolwassers ist erst einmal etwas Theorie von Nöten: 4 Schritte zur richtigen Wasserpflege. Zuerst muss berechnet werden, wie groß das Volumen ist, welches Ihr Pool fasst.
Die Berechnungsformeln für die unterschiedlichen Beckenformen und -typen sind hier einmal kurz und bündig aufgelistet:
Wichtig: Nicht die Beckenhöhe ist entscheidend, sondern die Wasserhöhe. Bei Skimmerbecken ist die Wasserhöhe 5 ? 15 cm tiefer als die Beckenhöhe.

  • Rechteck: L x B x T = V
  • Rundbecken: D x D x T x 0,79 = V
  • Ovalbecken: größte L x größte B x T x 0,89 = V
  • Achtformbecken: größte L x größte B x T x 0,85 = V
  • L = Länge [m], B = Breite [m], T = Wasserhöhe [m], D = Durchmesser [m],
    V = Volumen in m³

Bevor man mit der Pflege beginnt, müssen zuerst die aktuellen Werte (pH-Wert, Chlorgehalt, Alkalität und Cyanursäure) mit einem Pooltester oder Photometer gemessen werden. Je genauer die Messung ist, desto genauer kann dosiert werden.

Die Wasseraufbereitung erfolgt dann in vier Schritten. Die Reihenfolge bestimmt auch die Reihenfolge in der die Pflegeprodukte dosiert werden.

1. Die pH-Wert-Regulierung

Die wichtigste Kennzahl für die Wasserpflege ist der pH-Wert. Er muss in einem Bereich von 6,8 ? 7,6 liegen. Außerhalb wirken die Desinfektionsmittel nicht oder nur sehr eingeschränkt. Außerdem werden Einbauteile, Pool und Pumpen stark angegriffen. Mit dem falschen pH-Wert kann es zu Korrosionen und Kalkablagerungen kommen.
Wichtig ist der pH-Wert auch um das Wohlbefinden des Poolbesitzers nicht zu beeinträchtigen. Ein falsch eingestellter pH-Wert kann die Ursache für Chlorgerüche, Haut- und Augenreizungen sein.

2. Wasserdesinfektion (Chlorung)

Die Zugabe von Chlorprodukten ist nur sinnvoll, wenn der pH-Wert vorher eingestellt wurde.
Der gemessene Chlorgehalt an freiem Chlor (DPD1) muss noch anhand des Cyanurwertes richtig bewertet werden. Die Zugabe kann mittels schnell löslichem Chlorgranulat oder Tabletten oder langsam löslichen Langzeittabletten erfolgen. Die Zugabe erfolgt direkt in den Pool zum Beispiel über einen Dosierschwimmer.
Mehrfachtabletten haben den Vorteil, dass sie neben Chlor immer auch bereits ein Algezid, pH-Stabilisierung und Flockungsmittel enthalten. Sie sind 4-fach bis 7-fach erhältlich. Wegen des Flockungsmittels müssen diese Tabletten in den Skimmer gelegt werden und nur für Sandfilter geeignet..

3. Algenverhütung

Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob bereits Algen vorhanden sind oder sie zukünftig verhindert werden sollen. Eine Abtötung von Algen ist nur mit Chlor möglich. Bei den Algeziden (Algizid) handelt es sich um ein Algenverhütungsprodukt und nicht um einen Algenvernichter. Es verhindert also die Algenbildung.
Auch wenn im Pool eine ausreichende Menge an freiem Chlor vorhanden ist, kann es zu einer Veralgung des Wassers kommen, besonders bei schwüler Witterung oder Gewittern. Daher sollte immer auch ein Algezid zugegeben werden.

4. Flockung /Trübungsentfernung

Im Poolwasser sind nicht nur sichtbare Verunreinigungen, welche im Filter zurückgehalten werden können, wie zum Beispiel Haare. Es befinden sich auch Kolloide, also Bakterien, Keime, Körperfette und ähnliches im Wasser. Diese werden durch einen Filter nicht oder nur unzureichend ausgefiltert. Diese Stoffe kann man sehen, wenn die Unterwasserbeleuchtung brennt ähnlich dem Tyndall Effekt. Wenn Licht durch eine Baumkrone fällt, dann kann man die Streuung der Sonnenstrahlen aufgrund der mikroskopisch kleinen Schwebeteilchen auch sehen. Dieser Effekt ist wohl mehr Menschen bekannt, als der im Pool. Um die Teilchen loszuwerden, werden sie durch ein Flockungsmittel zu größeren Flocken zusammengebunden, welche dann im Sandfilter herausgefiltert werden können.
Wichtig: Flockungsmittel kann nur bei Sandfilter eingesetzt werden und muss nach jedem Rückspülen erneuert werden.

Für die unterschiedlichen Zustände des Pools gibt es zwei verschiedene Arten von Flockungsmitteln. Zum einen flüssiges Schnellflockungsmittel, welches bei veralgtem Poolwasser eingesetzt wird und langsam lösliche Flockungssäckchen, die zur Dauerflockung genutzt werden können.


Wie oft muss man das Wasser im Pool auswechseln?

Egal wie gut die Wasserpflege auch ist, um einen Wasserwechsel kommt man meist nicht umhin. Das Poolwasser sollte grundsätzlich jährlich gewechselt werden. Spätestens jedoch nach 3 Jahren. Ein Teilwasserwechsel erfolgt automatisch im Winter durch das Absenken des Wassers bei der Überwinterung. Durch die doch sehr ?bakterienfreundliche? Wärme im Whirlpool und auch das meist kleinere Volumen an Inhalt, sind hier häufigere Wasserwechsel zu empfehlen.

Welche unterschiedlichen Tipps und Tricks gibt es zur Wasserpflege?

Den einen richtigen Weg gibt es nicht. Wasserpflege kann auf verschiedene Weise und mit verschiedenen Filteranlagen geschehen. Es gibt viele Unterschiede in der Filteranlage, den Einbauteilen und Techniken, um das Wasser sauber zu halten. Wichtig ist es, dass die einzelnen Komponenten der Poolpflege gut ineinandergreifen. Die 4 Schritte zur richtigen Wasserpflege lassen Spielraum für unterschiedliche Methoden und Wege, die Wasserpflege des Pools zu betreiben. Sowohl die pH-Wert Regulierung als auch die Wasserdesinfektion lassen sich durch Komplettsteuersysteme, automatische Dosierer und Alternativen, wie zum Beispiel die Salzelektrolyseanlagen unterstützen. Die Algenverhütung und auch die Flockung hängen immer ein wenig von der Ausgangssituation im Pool ab. Die Dosierung ist dann abhängig vom aktuellen Algenbefall. Danach wird entschieden, ob Schnellflockungsmittel oder mehr Chlor verwendet werden muss. Erst nachdem der Pool algenfrei ist, kann eine dauerhafte Dosierung festgelegt und eingestellt werden.

Bei der Wasserpflege gilt übrigens auf keinen Fall "viel hilft viel". Denn zu viel Chlor kann zu Haut- und Augenreizungen führen. Zu hohe Dosierungen an pH-Regulierungsprodukten verschieben das Problem nur von der einen in die andere Richtung. Danach ist der Pool zwar nicht mehr sauer, dafür aber alkalisch oder andersherum. Ziel für Poolbesitzer und deren Gäste sollte es sein, so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich Poolchemie einzusetzen. Ganz davon abgesehen, dass ein chemisch zu hoch dosiertes Poolwasser auch alles andere als umweltfreundlich ist.

Mit welchen Produkten kann ich mein Wasser pflegen?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wir bieten ein umfangreiches Programm an Wasserpflegemitteln an. Damit Kunden es einfacher haben, sind die Produkte nach den vier Kategorien eingeteilt, nach denen die Poolpflege auch in der Praxis funktioniert und orientieren uns inhaltlich an diesen vier Schritten:

  1. pH-Wert Regulierung: die Produkte sind bereits vom Hersteller mit pH-Minus und pH-Plus benannt. Die Auswahl sollte hier also nach einer ersten Messung nicht schwerfallen.
  2. Wasserdesinfektion (Chlorung): hier ist schon etwas mehr Know-How und Entscheidungsvermögen gefragt. Es finden sich Produkte für Pool Elektrolyse, Flüssigchlor, Tabletten und Granulat für verschiedene Zeitperioden und Poolgrößen.
  3. Algenverhütung: die Mittel sind teilweise mit Klar-Effekt und chlor- und schwermetallfrei. Bei einem akuten Algenbefall lohnt sich eine Beratung durchaus, um das Problem direkt und effizient anzupacken.
  4. Flockung /Trübungsentfernung: Die Sandfilteranlage braucht diese Unterstützung, denn ohne kann sie die kleinsten Partikel nicht aus dem Wasser filtern.

Im Shop finden Sie Produkte von Pool Professional und der Premiummarke Bayrol. Wir sind gerne bereit mit Ihnen die richtigen Produkte für Ihren Pool zu finden.

Wie teuer ist eine professionelle Wasserpflege?

Eine professionelle vollautomatische Dosieranlage, welche die Punkte 1 und 2 (4-Schritte) übernimmt ist ab 1.500 Euro erhältlich. Hinzu kommen die Kosten für die einzelnen Verbrauchs-Chemikalien und die Wartung.


Mit welchen Unterhaltungskosten muss ich im Schnitt rechnen?

Dies kann man nur schwer vorhersagen. Hängt stark vom Wetter, Wassertemperatur, Lufttemperatur, Nutzungsverhalten, Poolgröße und Nutzungszeit des Pools ab. Man sollte jedoch mit mittleren dreistelligen Kosten pro Saison rechnen.


Schritt für Schritt zur eigenen Wasserpflege

Bis die eigene Wasserpflege steht und für dauerhaft klares und sauberes Wasser sorgt, kann das ein wenig dauern. Auch äußere Umstände, wie ungewöhnlich viele Badegänge, Unwetter oder ähnliches, können zur Abnahme der Wasserqualität bei gewohnt gleichbleibender Pflege führen. Aber wenn das Poolwasser einmal gut eingestellt ist, sollte eine Nachdosierung nicht zu großen Problemen führen.

  1. Aktuelle Werte bestimmen: pH-Wert, Chlorgehalt, Alkalität und Cyanursäure. Dies kann mit einem Pooltester oder Photometer geschehen.
  2. Volumen des Pools bestimmen: Wichtig ist, die Wassermenge und nicht die Größe des Pools zu berechnen. Die Poolhöhe ist nicht immer die Füllhöhe. Treppen nehmen ebenfalls Wasservolumen.
  3. Auswahl einer Filteranlage oder der Steuersysteme und gegebenenfalls auch Dosierautomaten. Bei einem bestehenden Pool sollten die bereits vorhandenen Gegebenheiten in die Auswahl der Komponenten berücksichtigt werden.
  4. Auswahl geeigneter Produkte zur pH-Wertregulierung, Desinfektion, Algenverhütung und Flockung. Dafür sollten nicht nur die technischen Gegebenheiten des Pools, sondern auch die aktuelle Wasserqualität mit einbezogen werden.
  5. Anwendung der ausgewählten Produkte.
  6. Regelmäßige Kontrolle der unter 1. bestimmten Werte. Dies kann durch Steuersysteme oder manuell geschehen.
  7. Gegebenenfalls Anpassung der Poolchemie zur Wasserpflege an den aktuellen Stand der Wasserqualität.