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Ihr erster eigener Kräutergarten: So klappts!

16.02.2021 12:00

Kräuter auf einem Schneidebrett.

Der Trend zur Selbstversorgung ist größer geworden und gesundes Essen aus dem eigenen Garten noch reizvoller. Anderseits macht es einfach Spaß, sich selbst etwas anzupflanzen, was Sie später auch nach liebevoller Pflege als Belohnung dafür ernten können. Vielleicht mögen Sie selbst ein Haus mit Garten oder einen separaten Obstgarten haben und stellen sich nun die Frage, ob eine erweiterte Möglichkeit der Gartennutzung bestünde. Dann sind die weiteren Ausführungen sehr hilfreich, denn es geht um das Erstellen des eigenen Kräutergartens. Der Vorteil am Kräutergarten liegt auf der Hand: Mit wenig Platz können Sie sehr viel Ergebnis erzielen. Es können zudem interessante optische Kreationen für den Garten entstehen. So könnte ein Kräutergarten in einem kleinen reizvollen Kräuterbeet oder einer Kräuterspirale gestaltet sein. Auf solche Tipps und welche Wirkung die Kräuter haben, geht der Artikel ein.

Welche Arten von Kräutergärten gibt es?

Bevor es also losgehen kann, sollten Sie sich erstmal einen Überblick verschaffen, welche Kräuter für Sie interessant wären. Einige mögen vielleicht noch nicht bekannt sein.
Sie sind aber gesund und gehören daher in jeden Kräutergarten. Nachstehend folgen diese zu empfehlenden Kräuter. Dazu gehören Rosmarin, Thymian, Petersilie, Schnittlauch, Basilikum und Dill. Diesbezüglich folgen die wichtigen und gesunden Inhaltsstoffe der einzelnen Kräuter:

Rosmarin

Rosmarin ist immer grün und deswegen im Garten bereits zur Zierde unablässig. Denn wer Rosmarin nicht mag, hat die Pflanzen zumindest dekorierend in dem Kräutergarten einsetzen. Aber die Pflanzen enthalten zwischen 1 und 2,5 % ätherische Öle zusammen mit zusätzlichen verschiedenen Terpenverbindungen, 8 % Gerbstoffen und weiteren Vitalstoffen. Deswegen ist Rosmarin eine wichtige Nahrungsergänzung. Zudem verbreitet Rosmarin im Vergleich der Kräuter einen intensiven aromatischen Geruch. Viele Gartenbesitzer möchten allein deswegen Rosmarin in das Beet setzen. Selbst in der Küche hat sich Rosmarin als Gewürz durchgesetzt und die Köche verwenden die kompletten Pflanzen für deftige Gerichte mit Fleisch, Geflügel oder Fisch.

Petersilie

Petersilie gilt als Grünkraut. Die Pflanze, wobei hier vorwiegend die Blätter genutzt werden, gehört eigentlich in jeden Salat, zu deftigen Gerichten mit Kartoffeln oder auch in Suppen oder Eintöpfe. Der intensive Geschmack ist bereits ein wesentliches Argument, warum Petersilie in jeden Kräutergarten gehört. Petersilie wird zudem eine vielfältige heilende Wirkung nachgesagt. Darunter gehört beispielsweise die positive Wirkung bei Harngrieß, Milz- und Leberleiden, Nieren- und Blasensteinen, Gelbsucht, Wassersucht, Kreislaufstörungen, Brustschmerzen, Verdauungs- und Blasenschwäche, Verschleimung von Brust, Magen sowie Nieren, Blähungen und vieles mehr. Deswegen ist ersichtlich, dass Petersilie nicht nur in jeden Kräutergarten, sondern auch separat in jeden Garten gehören sollte.

Schnittlauch

Schnittlauch gehört ebenfalls in fast jeden Salat, Eintöpfen oder Suppen und deswegen auch in ein Kräuterbeet im eigenen Garten. Im Zusammenspiel mit Petersilie passt Schnittlauch ideal auch als Ergänzung auf den Brotaufstrich. Die wertvollen Inhaltsstoffe sollten ebenfalls ein Motor zum Essen und zur Bepflanzung darstellen. Schnittlauch beherbergt nämlich viele Vitamine wie beispielsweise A, B6, C, E, K. Auch Folsäure, Magnesium und Niacin.

Thymian

Für Thymian gibt es auch andere Verwendungen, sodass es nicht verwundern sollte, dass Sie ihn auch als Gartenthymian, römischer Quendel oder einfach Kuttelkraut definiert sehen. Er wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Thymian hat eine tolle Blütenpracht, sodass er im Kräuterbeet oder auch im sonstigen Garten verzierend wirkt.
Die heilende Wirkung wird aus den ätherischen Ölen der Chemotypen gezogen. So hilft Thymian bei Bronchitis, Katarrhe der oberen Luftwege sowie Keuchhusten. Im Laborversuch wurde bei Thymian eine antibakterielle Wirkung festgestellt, wobei diese Wirkung nicht abschließend wissenschaftlich belegt wurde. Wem Thymian also nicht schmeckt, sollte ihn dennoch aufgrund der heilenden Wirkung in seinem Beet einplanen. Ansonsten ist Thymian perfekt als Würze, im Eintopf, Suppen oder jeglichen Fischgerichten ideal zu verwenden.

Basilikum

Basilikum ist die perfekte Beilage für Salate oder auch als Beigabe für Mozzarella Käse und Tomaten. Basilikum hat zudem einen dezenten und angenehmen Geruch. Er enthält ätherischen Öle und ist deswegen gesund. Allerdings spricht sich das Bundesinstitut für Risikobewertung gegenüber Basilikum und dem enthaltenen Methyleugenol warnend aus, welches in hohen Dosen krebserregend sein kann. Deswegen ist ein dezenter Verzehr anzuraten.
Die kleinen Blumentöpfe aus dem Supermarkt suggerieren bereits, dass Basilikum nicht in das Beet müsste, sondern auch im Haus oder in der Wohnung wachsen kann. Dennoch können Sie Basilikum auch dort neben Petersilie oder Schnittlauch pflanzen. Da Basilikum sehr anfällig gegen Kälte ist, sollten Sie lieber die Pflanzen in den gekauften Töpfen belassen und im Winter ins Haus zurückstellen. Basilikum liebt dort das warme Ambiente einer Küche beispielsweise.

Dill

Beim Zerreiben von Dill setzt sich ein aromatischer Duft frei. Dill hat einige Vorteile vorzuweisen. Es kommt sowohl beim Kochen als auch als Heilmittel zum Einsatz. Mit seinem leichten anisartigen Aroma sind die Kräuter vor allem in Salaten nahezu unentbehrlich. Aufgrund seiner ätherischen Öle wirkt Dill entzündungshemmend und antibakteriell. Sollten Sie sich für Dill in Ihrem Kräutergarten entscheiden, achten Sie auf einen sonnigen und windgeschützten Ort. Zudem vertragen sich Dill und Basilikum nicht in direkter Nähe.

Gebündelte Petersilie auf der Küchenplatte.

Schritt für Schritt: Eine Anleitung

Grundsätzlich ist Ihnen zu empfehlen, sich den Bebauungsplatz für den Kräutergarten einzukreisen. Soll er also innerhalb des Gartens sein, eventuell ein separates Hochbeet errichtet oder sogar beides gemacht werden.
Wir nehmen bei der Schritt-für-Schritt-Anleitung das Beispiel „Kräuterspirale“, da es aufgrund der interessanten Optik für jeden Garten interessant und deswegen im Trend ist.
Die Kräuterspirale stellt eine Mischung aus Beet und Kräutergarten dar. Das Beet ist dabei einem Hochbeet ähnlich, wobei die meisten Spiralen in der Regel nicht dieselbe Arbeitshöhe erreichen.
Am Anfang der Kräuterspirale steht die Planung, wo das Beet tatsächlich stehen soll, und der entsprechende Materialeinkauf. Hierzu gehören die Begrenzungssteine beziehungsweise Mauersteine und Blumenerde. Insgesamt sehen die Schritte zur Erstellung der Kräuterspirale wie folgt in Kurzform aus:

  1. Auswahl des Ortes
  2. Skizze, wie die Kräuterspirale aufgebaut sein soll
  3. Zunächst das Mauerwerk der Kräuterspirale hochziehen
  4. Wasserquelle für den Kräutergarten anlegen
  5. Normale Erde unten und als letzte Schicht frische Blumenerde in das Beet füllen
  6. Kräuter pflanzen
  7. Anschließend das Beet das erste Mal gießen

Wenn Sie bei der Kräuterspirale bezüglich der Mauersteine noch Platz lassen, können Sie diesen noch effektiv nutzen. Dann sollten sie die Zwischenräume mit Blumenerde befüllen und dort beispielsweise Dachwurz oder kriechenden Thymian pflanzen. Das wirkt dekorativ und nutzt diesen Raum nochmals effektiv.

Klassisch vs. Kreativ: Die Anlegung der Kräuter

Es spricht einiges dafür, dass Kräuter auch kreativ angelegt werden sollten. Das bedeutet, eine gute Mischung im Kräuterbeet macht es optisch attraktiv und verbreitet je nach Kräutern auch einen angenehmen Geruch, den wir als Gartenbesitzer ebenfalls möchten. Zudem ist es immer gut, dass Sie diverse Kräuter im Beet pflanzen, damit keine Monokultur entsteht und die Kräuter nur spezielle Mineralien aus dem Boden entziehen. Gegenseitig entsteht so ein gesünderes Ambiente im Garten. Deswegen ist die klassische Anlegung der Pflanzen zwar gut, um ein organisiertes Erscheinungsbild der Pflanzen zu erzeugen. Diese ist allerdings im Sinne für die Pflanzen selbst nicht ideal.

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4 wichtige weitere Tipps für die Planung und Pflege des Kräutergartens

Im Prinzip gibt es noch weitere Tipps, die für den Kräutergarten gelten und teilweise über den Tellerrand schauen lassen. Diese werden diese nachstehend ergänzend aufgelistet.

1. Kräuter brauchen Sonne und Schatten

Da einige Kräuter eher Sonne und andere eher Schatten benötigen, ist eine Platzierung der Kräuterspirale oder des Beets immer in der Nähe von Bäumen zu suchen, um eine gesunde Mischung aus Sonne und Schatten zu erzielen. Auch mögen einige die direkte Kälte nicht. Wenn das Beet schützend vor dem Wind seitlich von einer Wand angelegt wird, haben Sie mehr Freude daran. Alternativ hilft eine dichte Naturhecke im Garten, die ebenfalls sehr winddicht ist. Die Nähe des Beets wäre dann zu suchen.

2. An den eigenen Rücken bei der Bebauung denken

Natürlich hat ein hohes Beet eine Präferenz vor einem flachen Kräutergarten, bei dem sich der Gartenbesitzer beugen oder sogar strecken muss, um an die Kräuter heranzukommen. In jungen Jahren mag der Gartenbesitzer das noch als unwichtig abtun. Aber die Zeiten ändern sich und es ist besser immer an eine langfristige Planung im Garten zu denken. Das ist insbesondere so, wenn Sie die Kräuter wie beispielsweise Schnittlauch, Dill, Petersilie oder Thymian täglich für den frischen Salat ernten möchten.

3. Stets nachpflanzen und die Ernte garantieren

Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig ernten können. Dazu ist es wichtig, dass Sie einzelne Sträucher nicht ganz abernten. Das gilt insbesondere für Schnittlauch, Petersilie und Thymian, die darauf anfällig reagieren. Es müssen immer einzelnen Halme beziehungsweise Stängel mit Blättern stehen bleiben. Dennoch ist ein weiteres Ansetzen von weiteren jungen Pflanzen angezeigt. Dies gibt eine gute Mischung und garantiert das Erholen und ständige Ernten der Kräuter.

4. Die richtigen Kräuter für die Kräuterspirale auswählen

Für eine Kräuterspirale sind nicht alle Kräuter gleichermaßen geeignet. Denn beispielsweise Meerrettich, Liebstöckel oder Beinwell wachsen sehr hoch. Die würden sich dann von der Optik nicht für die Kräuterspirale eigenen, sondern besser in ein Beet auf Bodenhöhe passen. Wermut sollte ebenfalls nicht in die unmittelbare Nähe zu anderen Kräutern kommen. Denn sie scheiden Substanzen, die das Wachstum der anderen beeinflussen kann. Auch Estragon und Minze gehören nicht in eine Kräuterspirale. Sie bilden zu lange Wurzeln, die sich auf die anderen Kräuter ebenfalls negativ auswirken können.

Kräutertopf mit verschiedenen Kräutern in der Küche neben einem Kochtopf.

Welche Kräuter pflanze ich in meinem Kräutergarten?

Die Frage, welche Kräuter Sie im Garten anpflanzen möchten, richtet sich natürlich nach dem Geschmack und eventuell auch der Optik. Da die ganze Familie etwas von dem Kräutergarten haben soll, ist eine große Auswahl der Kräuter immer gut. Manchmal möchten Verwandte und Freunde auch noch etwas mitbekommen oder Sie können auch später mit Ihren Nachbarn tauschen.
Als weiterer Gesichtspunkt sind die Pflanzen und Bäume zu betrachten, die bisher im Garten angepflanzt sind. Sie bestimmen zudem, wie viel Platz dem Kräutergarten beziehungsweise dem Kräuterbeet „gegeben“ werden kann. Sind Bäume, Sträucher oder sonstige Pflanzen vorhanden, die stark Wasser ziehen, dann brauchen die Kräuter etwas Distanz von ihnen oder sie müssen häufiger gießen. Anderseits können sie von Vorteil sein, dass sie, wie bereits oben angesprochen, einen wichtigen Schatten auf das Kräuterbeet werfen oder einen gewissen Windschutz bieten.

Das sollten Sie beim Kräutergarten und den einzelnen Kräutern beachten

Bei dem Kräutergarten sollten Sie auf einiges achten, damit er gut wächst und auch entsprechenden Ertrag bringt. Einige Kräuter sind zum Teil sehr anfällig und andere Kräuter sehr pflegeleicht. Dies muss zunächst von Ihnen geprüft werden. Nachstehend folgen einige Punkte und Tipps, die zuvor nicht genannt sind, aber hier abschließend als Tipps für Kräuter und den Kräutergarten einfließen:

Rosmarin

Rosmarin ist nur bedingt winterfest. Besteht also ein harter Winter mit ordentlichen Minusgraden, kann es sein, dass Rosmarin eingeht. Deswegen sollten Sie Rosmarin am besten in einem Topf belassen und auf diese Weise während der warmen Sommermonate im Kräutergarten belassen. Im Winter nehmen Sie den Rosmarin dann ins Haus, wo es wärmer als im Garten ist. Falls Sie Rosmarin dennoch in der Kräuterspirale oder sonstigem Beet stehen lassen möchten, lassen Sie etwas Platz um ihn. Denn er breitet sich schnell zu einem breiten Busch aus.

Kräuterspirale verzieren

Wenn Sie die Kräuterspirale noch weiter verzieren möchten, empfiehlt sich am Rand, Kapuzinerkresse zu pflanzen, die denselben schön ausgestaltet.

Das Gießen in trockenen Sommern nicht vergessen

Kräuter sind zwar grundsätzlich nicht so pflegeintensiv wie andere Pflanzen oder Blumen. Dennoch brauchen sie in einem trockenen Sommer regelmäßig Wasser. Petersilie und auch Schnittlauch gehören beispielsweise dazu.

Jetzt darf es losgehen

Wie aus den genannten Tipps zum Kräutergarten und auch der Wichtigkeit der Kräuter an sich deutlich wurde, ist Ihnen also ein separater Bereich für die Kräuter wie Thymian, Schnittlauch, Dill, Petersilie, Rosmarin und Basilikum im Garten zu empfehlen. Welche Art Sie bevorzugen, sei es die klassischen Kräutergärten, ein kleines Beet oder die Kräuterspirale, ist auch Geschmackssache.

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