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Infrarotstrahler für die eigene Sauna nachrüsten

29.05.2020 14:19 0 Kommentare

Infrarotkabine

Regelmäßige Besuche der Sauna wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Sie regen den Kreislauf an, stärken das Immunsystem und beugen der Entstehung von Krankheiten vor. In nordischen Ländern wie Finnland oder Russland gehört der Gang in die Sauna zur traditionellen Medizin und ist bis heute populär. In Deutschland dagegen wurden Saunen erst in den letzten Jahren zunehmend beliebt. Allerdings kann auf den oberen Bänken die Wärme auf mehr als +100 °C steigen. Das kann für Menschen mit einem schwachen Kreislauf zum Problem werden, weil sie so viel Wärme nicht vertragen können. Infrarotstrahler, auch Tiefenwärmestrahler genannt, können dieses Problem lösen. Die Strahler erzeugen Wärme direkt auf der Haut und verwandeln Ihre Sauna in eine Wärmekabine. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Sauna daheim mit einem Infrarotstrahler ausstatten können.

Was ist ein Infrarotstrahler?

Als Infrarotstrahler werden Heizkörper bezeichnet, die Wärme in Form von Infrarot abstrahlen. Infrarot wird auch als Tiefenwärme bezeichnet, weil diese Art von Wärme im wahrsten Sinne des Wortes "unter die Haut" geht. Deshalb werden solche Strahler auch Tiefenwärmestrahler genannt. Infrarot ist eine langwellige Strahlung jenseits des sichtbaren Lichts. Sie wird auch von der Sonne ausgesandt, die auf diese Art und Weise ihre Wärme zur Erde transportiert. Infrarotstrahler senden die natürlichste Art von Wärme aus. Die Tiefenwärme wird als sehr angenehm empfunden.

Was bringt ein Infrarotstrahler in der Sauna?

Der Tiefenwärmestrahler erzeugt eine angenehme Wärme, ohne dass dafür sonderlich hohe Temperaturen notwendig sind. Das liegt daran, dass Infrarot nicht die Luft in der Wärmekabine aufheizt, die es durchdringt, sondern nur Objekte, auf die es trifft. Das Infrarot der Strahler dringt beim Auftreffen auf den Körper ein paar Millimeter unter die Haut ein. Das erzeugt das Gefühl von Tiefenwärme. Der Körper wird praktisch von innen heraus erwärmt. Dadurch braucht die Temperatur in der Wärmekabine der Sauna nicht so hoch zu sein. Trotzdem werden Sie nicht frieren, weil die Tiefenwärme der Strahler eine behagliche Atmosphäre schafft.

Was sind die Vorteile der Infrarotstrahler?

Der Einsatz von Infrarot zur Erzeugung von Wärme hat vielerlei Vorteile. Die Tiefenwärmestrahler haben positive Effekte sowohl auf Ihren Körper als auch auf Ihr Budget.

  • niedrigere Temperatur in der Sauna = geringere Belastung des Kreislaufs
  • Tiefenwärme wird als angenehm empfunden
  • da keine Luftbewegung stattfindet, wird kein Staub aufgewirbelt (gut für Allergiker)
  • Strahler haben keine beweglichen Teile = lange Lebensdauer, kein Betriebsgeräusch
  • kürzere Aufheizzeit
  • Höchsttemperatur in der Wärmekabine + 60 °C = Energieeinsparung

Darüber hinaus nennen Experten noch weitere Vorteile einer Infrarotkabine im Vergleich zu einer normalen Sauna. Das vom Strahler ausgesandte Infrarot erzeugt eine Tiefenwärme, die zur Anregung der Durchblutung führt. Messungen haben ergeben, dass durch einen regelmäßigen Besuch der Infrarotkabine die Durchblutung der oberen Hautschichten um ca. 20 - 30 Prozent verbessert. Das führt unter anderem zu einem besseren Hautbild und weniger Unreinheiten. Dazu kommt, dass Sie in der Infrarotkabine stärker schwitzen als in der klassischen Sauna. Dadurch wird der Körper besser entschlackt. Fast alle Menschen empfinden darüber hinaus Infrarot als eine natürliche Art der Wärme. Es handelt sich schließlich um dieselbe Art von Wärme, die von der Sonne seit undenklichen Zeiten ausgestrahlt wird. Es ist gar nicht so abwegig, die Sonne als natürlichen Infrarotstrahler zu bezeichnen. Die Tiefenwärmestrahler der Infrarotkabine erzeugen dieselbe Strahlung auf technischen Weg.

Sie sind wirklich an einem Infrarotstrahler interessiert, aber brauchen Entscheidungshilfe? Wir beraten Sie gern.

Hier finden Sie unsere Infrarotstrahler!

Infrarot ist gleich Infrarot, oder?

Nein, es gibt Infrarot verschiedener Wellenlänge mit verschiedener Wirkung auf den Körper. Infrarot A, abgekürzt auch IR-A genannt, ist kurzwelliger als die anderen Infrarotstrahlen. Deshalb ist es besonders energiereich. Infrarot A dringt bis zu 5 mm unter die Haut. Wegen seiner großen Intensität wird Infrarot A in der Medizin eingesetzt, beispielsweise um Entzündungen oder andere Gesundheitsprobleme zu bekämpfen.
Infrarot B ist langwelliger und dringt deshalb maximal 3 - 4 mm in die Haut ein. Die meisten Strahler der Infrarotkabine sind IR-B Strahler. Zu dieser Kategorie gehören zum Beispiel Flächenstrahler.
Infrarot C ist noch langwelliger. Es dringt kaum in die Haut ein. Trotzdem wird es als angenehm empfunden. Wegen der geringen Energiedichte hat IR-C jedoch keine therapeutische Wirkung.

Für den privaten Gebrauch gibt es keine Strahler, die Infrarot A abgeben. Diese Strahlung ist so intensiv, dass sie bei Überdosierung massive Gewebeschäden verursachen kann. Infrarotstrahler für IR-A werden in Medizin und Therapie eingesetzt.
Die meisten Infrarotstrahler, die in der Infrarotkabine oder Wärmekabine daheim eingesetzt werden, strahlen überwiegend IR-B mit geringen Anteilen von IR-C und ein wenig IR-A aus.

In unserem Onlineshop finden Sie ein Sortiment an Infrarotstrahler, die zur Kategorie der Vollspektrumstrahler gehören. Vollspektrumstrahler sind besonders gut für die Gesundheit, weil diese Strahler das natürliche Infrarot der Sonne nachempfinden.

Kleine Infrarotkabine

Das Funktionsprinzip der Infrarotstrahler

Das Funktionsprinzip aller Tiefenwärmestrahler ist identisch. Es handelt sich um elektrische Heizkörper, die meistens stationär an Wand oder Decke der Infrarotkabine befestigt sind. Infrarotstrahler bestehen aus 4 Teilen:

  1. Gehäuse
  2. Heizelement
  3. Reflektor
  4. Schutzgitter

Das Funktionsprinzip ist ganz einfach. Durch das Heizelement fließt elektrischer Strom. Dadurch entsteht ein Widerstand, der dazu führt, dass sich das Heizelement stark erhitzt. Dadurch sendet es Wärme aus. Das ist nichts anderes als Infrarot. Die Strahlung wird durch den Reflektor nach vorn gelenkt und strahlt so in die Wärmekabine ab. An der Vorderseite verhindert ein Schutzgitter, dass der Infrarotstrahler unbeabsichtigt berührt wird. Je nachdem, um welche Art von Strahler es sich handelt, kann das Heizelement mehrere Hundert Grad Celsius heiß werden. In der Regel wird der Infrarotstrahler mit Befestigungselementen wie Schrauben und Dübel an der Wand der Wärmekabine befestigt. Es gibt aber auch mobile Strahler mit Stativ. Die können sowohl in der Infrarotkabine als auch andernorts eingesetzt werden.

Arten der Infrarotstrahler

Je nach der Art des erzeugten Infrarot bzw. der Bauweise lassen sich die Strahler in verschiedene Kategorien einteilen:

Vollspektrumstrahler

Vollspektrumstrahler tragen ihre Bezeichnung deshalb, weil sie das volle Spektrum des Infrarot, so wie es auch von der Sonne ausgestrahlt wird, nachempfinden. Vollspektrumstrahler senden Infrarot in folgender Verteilung aus:

  • 58 Prozent Infrarot B
  • 27 Prozent Infrarot A
  • 15 Prozent Infrarot C

Vollspektrumstrahler haben den Vorteil, dass sie nur eine geringe Aufwärmzeit benötigen. Die Strahler erzeugen eine angenehme Tiefenwärme, die unter die Haut geht und als wohltuend empfunden wird. Allerdings haben die Tiefenwärmestrahler der Kategorie Vollspektrumstrahler den Nachteil, dass ihr Stromverbrauch etwas höher ist. Zudem werden Vollspektrumstrahler meistens in teureren Geräten verwendet.

Flächenstrahler

Sogenannte Flächenstrahler sind Infrarotstrahler, die Wärme aus relativ großen Heizflächen abgeben. Das wird erreicht, indem die Heizelemente in flachen Platten aus diversen Materialien wie beispielsweise Silikon-Kautschuk, Kohlefasern oder anderen eingebaut und dann an die Wand montiert werden. An der gegenüberliegenden Wand der Infrarotkabine wird häufig ein Reflektor angebracht, der die Wärme zurückwerfen soll. Flächenstrahler werden nicht so heiß wie andere Strahler. Dadurch sind sie sicherer. Besonders wenn die Infrarotkabine durch Kinder oder Senioren benutzt wird, sollten Sie lieber Flächenstrahler benutzen. Die niedrige Temperatur bedingt auch, dass diese Strahler hauptsächlich Infrarot C aussenden. Damit wird zwar nicht eine so angenehme Tiefenwärme erreicht, dafür ist Infrarot C selbst bei längerer Einwirkung nicht so belastend, weil es kaum in die Haut eindringt.

Keramikstrahler

Diese Art der Infrarotstrahler werden auch als Stabstrahler bezeichnet. Das liegt daran, dass sich das Heizelement in einem Rohr aus Keramik befindet. Im Inneren ist das Rohr mit Quarzsand oder Lavasand gefüllt. Das Material dient zum Speichern der Wärmeenergie. Ein Reflektor aus Aluminium sorgt dafür, dass die Wärmestrahlung nach vorn gelenkt wird. Keramikstrahler geben überwiegend Infrarot C ab (zu 95 Prozent). Nur 5 Prozent gehören zur energiereichen Strahlung Infrarot B. Keramikstrahler werden wesentlich heißer als Flächenstrahler. Dadurch ist die Aufwärmzeit nur gering. Das macht diese Strahler jedoch auch potenziell gefährlich. Zudem ist ihr Energieverbrauch etwas höher als der von Flächenstrahler.

Magnesiumstrahler

Diese Strahler sind eine Variante der Keramikstrahler. Beim Magnesiumstrahler ist die Heizwendel in einem Rohr eingebettet, das mit Magnesiumoxid gefüllt ist. Magnesiumoxid leitet die Wärme gut weiter und sorgt für ihre gleichmäßige Abstrahlung. Diese erfolgt in Form von Infrarot C. Magnesiumstrahler zeichnen sich durch eine besonders lange Lebensdauer aus.

Ruheliege mit Infrarotstrahler

Was ist der Unterschied zwischen Infrarotkabine und Infrarotstrahler?

Der Unterschied ist ganz einfach erklärt:

Infrarotkabine

Eine Infrarotkabine ist eine fix und fertige Sauna, die über Infrarotstrahler verfügt. Im Lieferumfang ist bereits alles enthalten, was Sie für Ihre Sauna benötigen. Sowohl Wände als auch Beleuchtung, Sitzgelegenheiten und Belüftung sind mit dabei. Sie müssen die Teile nur noch montieren und die Tiefenwäremstrahler anschließen, dann können Sie die Sauna benutzen.
Der große Vorteil der Infrarotkabine besteht darin, dass es sich um ein Komplettset handelt. Sie bekommen alles für Ihre Sauna aus einer Hand und müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob die einzelnen Teile zusammenpassen.
Der Nachteil daran ist, dass Sie sich Marke und Modell der Tiefenwärmestrahler nicht aussuchen können. Wenn irgendetwas kaputtgehen sollte, könnte es Schwierigkeiten beim Austausch geben.

Infrarotstrahler

Infrarotstrahler bezeichnet lediglich die Heizgeräte, nicht die komplette Sauna. Infrarotstrahler sind zum Nachrüsten für eine bereits bestehende Sauna bestimmt. Im Handel können Sie aus einem breiten Sortiment an Geräten den passenden Tiefenwärmestrahler aussuchen. Zur Auswahl stehen mehrere Hundert Modelle. Darunter finden Sie Tiefenwärmestrahler mit weniger als 1.000 Watt Heizleistung und andere Geräte mit mehr als 5.000 Watt. Manche Tiefenwärmestrahler sind sogar mobil und können bei Bedarf auch in einem anderen Raum benutzt werden. Die meisten Infrarotstrahler können an eine normale 230 Volt Steckdose angeschlossen werden. Abgesehen von der Befestigung sind in der Regel keine aufwendigen Installationsarbeiten notwendig.

Warum lohnt es sich, die Sauna mit Infrarotstrahler nachzurüsten?

Damit können Sie mit einer relativ kleinen Investition Ihre Sauna aufwerten. Infrarotstrahler lohnen sich besonders dann, wenn Ihr Kreislauf die hohen Temperaturen in einer klassischen Sauna nicht verträgt. Ein anderer Grund kann die verbesserte Sicherheit sein. Wird Ihre Sauna zum Beispiel häufig auch von Kindern benutzt, sollten Sie in Erwägung ziehen, die Wärmekabine auf Flächenstrahler umzustellen. Diese Infrarotstrahler haben eine niedrigere Oberflächentemperatur als andere Strahler. Das macht sie ungefährlich, selbst wenn sie beim Toben oder Spielen versehentlich berührt werden.
Sie werden zudem bald feststellen, dass eine Wärmekabine mit Infrarotstrahler erheblich weniger Strom benötigt als eine klassische Sauna mit Ofen. Das liegt zum einen daran, dass die Tiefenwärmestrahler nur eine geringe Aufheizzeit benötigen und die Temperatur in der Infrarotkabine sowieso niedriger ist als in einer gewöhnlichen Sauna.

Worauf sollten Sie beim Betrieb der Infrarotkabine achten?

Vollspektrumstrahler und Keramikstrahler werden sehr heiß. Achten Sie bei der Montage darauf, dass der Untergrund, auf dem der Strahler befestigt ist, nicht beschädigt werden kann oder gar Feuer fängt. Halten Sie bei der Benutzung immer einen Sicherheitsabstand ein. Keinesfalls darf Wasser auf die Heizwendel gelangen. Das könnte dazu führen, dass sie platzt und einen Kurzschluss verursachen.

Legen Sie vor dem Betreten der Infrarotkabine Ihre Bekleidung ab, damit das Infrarot direkt auf die Haut einwirken kann. Sicherheitshalber sollten Sie jedoch die Augen mit einer Spezialbrille schützen.

Achten Sie darauf, nicht zu lange in der Wärmekabine zu bleiben. Experten empfehlen 20 bis maximal 30 Minuten.

Wenn Sie erkältet sind, sollten Sie besser nicht in die Sauna gehen. Infrarot hat zwar positive Effekte auf den Körper, aber eher zur Vorbeugung, weniger zur Heilung. Bei einer schweren Erkältung ist der Körper geschwächt. Der Gang in die Sauna stellt unter diesen Umständen eine zusätzliche Belastung dar.

Fazit: Infrarotstrahler mit Tiefenwärme sind für Menschen verträglicher

Im Vergleich zu einer klassischen Sauna hat eine Infrarotkabine viele Vorzüge. Infrarotstrahler liefern Tiefenwärme, die buchstäblich unter die Haut geht. Dadurch kann die Temperatur niedriger gehalten werden. In der Infrarotkabine herrschen maximal +60 °C Wärme. Das wird auch von Menschen mit schwachem Kreislauf gut vertragen. 
Wenn Sie planen, sich eine Sauna zu bestellen und Sie an Infrarot denken, können Sie sich eine Infrarotkabine bestellen. Sie wird als Komplettpaket inklusive Strahler geliefert.
Besitzen Sie dagegen bereits eine Sauna, können Sie diese mit Infrarotstrahler nachrüsten und mit geringem Aufwand die wohlige Tiefenwärme genießen.

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