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Infrarotstrahler in der Sauna

23.08.2019 12:05 0 Kommentare

In der Sauna

Wenn es um das Thema Sauna geht, ist auch oft die Rede von Infrarottechnik. Doch was genau ist das und was sind die Vorteile und Besonderheiten gegenüber einer klassischen Sauna? In diesem Beitrag haben wir diese und viele weitere interessante Punkte für Sie zusammengefasst und geben Ihnen Tipps für die perfekte Nutzung.

Was sind Infrarotstrahler und wie sind sie aufgebaut?

Im Grunde kann man sich einen Infrarotstrahler wie eine Heizung vorstellen, die aber auf eine andere Art und Weise Wärme erzeugt als handelsübliche Heizungen. Die meisten Heizungen erwärmen nämlich die Umgebungsluft (Konvektionswärme). Ein Infrarotstrahler hingegen erwärmt in Form von Strahlungswärme und funktioniert so:

Angetrieben mit elektrischer Energie produziert der Infrarotstrahler die Infrarotstrahlung. Die Strahlungswärme trifft auf die Körperoberfläche und wird dort entfacht. Der Raum wird dadurch nicht so extrem aufgeheizt wie eine Sauna, dennoch herrschen in einer Infrarotkabine meist warme Temperaturen von 35 bis 50 °C.

So ist ein Infrarotstrahler aufgebaut:

  • Ein Schutzgitter bildet die vordere Oberfläche, da die Heizelemente sehr heiß werden (mehrere hundert Grad Celsius) und zu schweren Verbrennungen führen könnten.
  • Das Heizelement dicht hinter der Vorderseite. Durch Erhitzen der Spirale im Heizelement wird die Infrarotstrahlung erzeugt. Die Vorderseite ist so ausgerichtet, dass sich die Strahlung großflächig verteilen kann.
  • Der Reflektor hinter den Heizelementen sorgt dafür, dass die Strahlung nach vorne geleitet wird und die gesamte Strahlung genutzt werden kann.

Sind Infrarotstrahlen gefährlich für den Körper?

Infrarotstrahlung ist elektromagnetische Strahlung, die ein Mensch mit bloßem Auge nicht sehen kann. Gefährlich sind Infrarotstrahlen dadurch aber nicht, denn auch die Sonne gibt diese Strahlen ab und erwärmt unseren Planeten. Die schädliche Strahlung, die oft mit Infrarotstrahlung in Verbindung gebracht wird ist die UV-Strahlung. Diese wird aber von den Infrarotstrahlern nicht ausgegeben. Es kann also bedenkenlos Infrarotstrahlung verwendet werden.

Infrarot A, B und C – Welche Unterschiede gibt es?

  • Infrarot A (kurzwellig): Die kurzwellige Infrarotstrahlung ist die stärkste. Die Strahlen dringen bis zu 5 mm in die Haut und das Gewebe ein und erfüllen den therapeutischen Zweck (Tiefenwärme).
  • Infrarot B (mittelwellig): Hier dringen die Strahlen 3 bis 4 mm tief in die Haut ein. Das Ziel hierbei ist die gleichmäßige Erwärmung der mittleren Hautschichten.
  • Infrarot C (langwellig): Diese Strahlung findet man oft in Keramikstrahlern. Sie dringt nicht in die Haut ein, sondern erwärmt hauptsächlich die Hautoberfläche und sorgt dabei für angenehme Wärme und Entspannung. Einen therapeutischen Zweck erfüllt die langwellige Strahlung deshalb nicht.
Infrarotstrahler in der Sauna

Welche Infrarotstrahler für Sauna oder Infrarotkabine gibt es?

  1. Vitae-Strahler
  2. Vollspektrumstrahler
  3. Keramik Strahler (Magnesium Oxid Strahler)
  4. Flächenstrahler

In einer Infrarotsauna werden oft Flächenstrahler verbaut, die aus Karbon-Wärmeplatten bestehen. Sie sind großflächig an den Wänden der Wärmekabine angebracht und sorgen für eine flächendeckende Erwärmung. Sie geben ausschließlich IR-C-Strahlung ab, die nur die Hautoberfläche erwärmt (keine Tiefenwärme). Vorteile davon sind, dass die Luft in der Sauna erträglicher ist, die Körpertemperatur nicht extrem ansteigt und Sie nur ein wenig schwitzen. Ein weiterer Vorteil ist de, dass die Wärmeplatten nicht so heiß werden wie Punktstrahler und Sie sich problemlos anlehnen können. Gerade für Menschen die nicht mit zu hoher Hitze klarkommen, bietet sich diese Möglichkeit an. Nachteil: längere Aufheizzeit und keine Behandlung gezielter Bereiche (z.B. Schulter) möglich.

Die Lebensdauer eines Infrarotstrahlers

Dass es zwischen den vielen Infrarotstrahlern qualitative Unterschiede gibt dürfte wohl niemanden verwundern. Aber im Allgemeinen kann man sagen, dass hochwertige Infrarotstrahler bis zu 5000 Stunden brennen können, ohne dabei an Qualität zu verlieren.

Infrarotkabine bei Erkältung nutzen?

Der regelmäßige Gang zur Sauna stärkt das Immunsystem und beugt dadurch Erkältungskrankheiten vor. Durch die erhöhte Körpertemperatur arbeiten die Zellen besser und sie können im Optimalfall die Krankheitserreger bekämpfen, bevor die bekannten Symptome einer Erkältung auftreten. Doch kann man auch bei bestehender Erkältung von Infrarot profitieren und gibt es in diesem Fall Unterschiede zwischen Sauna und der Infrarotkabine?

Wenn Sie bereits Fieber haben, sollten Sie auf die Sauna oder die Infrarotkabine verzichten. Die Belastung für den Körper wäre einfach zu hoch und die hohe Hitze könnte die Erkältung sogar verstärken, da sich durch die hohe Temperatur die Viren vermehren könnten. Auch die Ansteckungsgefahr für die Mitmenschen sollte berücksichtigt werden.

So nutzen Sie die Infrarotkabine

Trinken Sie vor dem Betreten der Wärmekabine ausreichend Wasser, um den kommenden Wasserverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Des Weiteren sollten Sie davor duschen, denn dann schwitzen Sie besser und Sie tragen mehr zur Hygiene in Ihrer Infrarotkabine bei. Stellen Sie vor dem Betreten Ihre persönliche Wohlfühltemperatur ein. Legen Sie Ihren Schmuck ab, trocknen Sie sich nach dem Duschen gut ab und betreten Sie nackt mit einem Handtuch die Infrarotkabine.

Saunakübel in der Infrarotkabine

Legen Sie Ihr Handtuch vor den Tiefenwärmestrahler und setzen Sie sich darauf. Das Ziel ist eine gleichmäßige Bestrahlung für den gesamten Körper. Die gleichmäßige Bestrahlung kann durch gelegentliches Wechseln der Sitz- und Liegeposition begünstigt werden. Keramik- und Vollspektrumstrahler werden sehr heiß und sollten nur mit entsprechendem Abstand genutzt werden, da im schlimmsten Fall Verbrennungen davongetragen werden können. Schauen Sie auch nicht direkt in diese Strahler, da die Strahlen bis in die Netzhaut eindringen können. Es gibt auch spezielle Schutzbrillen für die Nutzung dieser Strahler. Die Sitzung sollte 20 Minuten bis maximal 30 Minuten dauern, um eine wohltuende Wirkung zu erreichen.

Wenn es Ihnen in der Infrarotkabine zu heiß wird oder Sie sich unwohl fühlen, können Sie die Frischluftzufuhr und die Tür der Kabine öffnen. Die warme Luft entweicht und die kühle Luft strömt in die Infrarotkabine. Anschließend können Sie die Temperatur reduzieren. Bei eintretenden körperlichen Problemen sollten Sie die Session abbrechen und eventuell einen Arzt aufsuchen.

Nach der Infrarotbehandlung sollten Sie ein paar Minuten ruhen und Ihrem Körper die Möglichkeit geben, sich abzukühlen. Dafür können Sie auch einen Bademantel bzw. ein Badetuch verwenden. Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich und beenden Sie die Sitzung mit einer lauwarmen Dusche. Die lauwarme Dusche reinigt die Haut von den Verunreinigungen.

Infrarotkabine - immer eine gute Idee

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass eine Infrarotsauna eine schöne Alternative zur klassischen Sauna ist. Vor allem für hitzeempfindliche Menschen ist das eine schöne Sache, denn auch für eine leichte Erwärmung der Hautoberfläche kann Infrarottechnik eingesetzt werden. Die Strahlen von Tiefenwärmestrahlern dringen zum Beispiel tief in den Körper ein und können Muskelbeschwerden lindern. Schauen Sie sich doch einmal unsere Angebote rund um das Thema Infrarotsauna an.

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