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Wie sauniere ich richtig?

16.08.2019 14:19 0 Kommentare

Richtig Saunieren

Beim Saunagang sollte man einige Dinge beachten, um das bestmögliche Saunaerlebnis genießen zu können. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen alles zu diesem Thema und geben Ihnen Tipps, wie Sie das Erlebnis verbessern können und warum sich der regelmäßige Gang zur Sauna auch aus gesundheitlicher Sicht lohnen kann.

Warum ist regelmäßiges Saunieren gut für den Körper?

Ungefähr 30 Millionen Deutsche gehen ab und zu in die Sauna und einige davon sogar regelmäßig. Doch warum ist der Gang zur Sauna so beliebt?

Der regelmäßige Saunabesuch stärkt nicht nur das Immunsystem und beugt dadurch Erkältungskrankheiten vor, sondern kann auch bei bestehenden Krankheiten helfen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Erkrankungen der Atemwege, zum Beispiel einfache chronische Bronchitis oder Asthma
    Durch die hohe Temperatur in der Saunakabine wird die Bronchialmuskulatur der Atemwege erwärmt und entspannt. Durch die geförderte Schleimproduktion kann einem das Atmen anschließend deutlich leichter fallen.
  • Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne
    Die Sauna sorgt für bessere Durchblutung der Haut und Anregung des Stoffwechsels. Durch das Schwitzen wird die Haut gereinigt und Sie profitieren von einer reinen und weichen Haut.
  • Sportliche Verletzungen bzw. Muskelbeschwerden
    Da die Körpertemperatur beim Saunagang leicht ansteigt, kann dadurch die Heilung beschleunigt werden. Mit extremen Blutergüssen sollten Sie jedoch auf den Saunagang verzichten.

Des Weiteren soll Saunieren Kopfschmerzen und Schlafprobleme lindern und bei Störungen des Stoffwechsels, sowie des Kreislaufs helfen.

Es gibt aber auch Erkrankungen mit denen man nicht in die Sauna gehen sollte. Dazu gehören unter anderem akute Infektionen bzw. Entzündungen (z.B. Venenentzündung oder Entzündung der inneren Organe), Fieber und stärkere Erkältungen, Krebsleiden, schwerwiegende Herz- und Lungen-Probleme, Epilepsie, Bluthochdruck mit Nierenbeteiligung, akute Rheumaerkrankung oder Schilddrüsenüberfunktion. Klären Sie dies im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt ab.

Sauna oder Dampfbad? – Wo ist der Unterschied?

Da man im Dampfbad extrem feuchte Haut hat, denken einige Menschen, dass man im Dampfbad mehr schwitzt als in der Sauna. Das ist leider falsch, denn das Dampfbad unterscheidet sich allgemein nur durch die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur von der Sauna. In einer finnischen Sauna herrschen trockene Temperaturen von 70 – 100 °C und eine Luftfeuchtigkeit von ungefähr 5 bis 10 % bei einem Saunaaufguss. Diese Temperaturen sind deshalb erträglich, weil der Körper Schweiß produziert und sich damit kühlt. In einem Dampfbad sind die Temperaturen nicht so extrem (40 – 50 °C). Dafür beträgt dort die Luftfeuchtigkeit 90 bis 100 % und die Feuchtigkeit legt sich auf der Haut ab. Der Wasserdampf kondensiert dann auf der Haut und man hat das Gefühl mehr zu schwitzen als in der Sauna. Auch den Temperaturunterschied nimmt man wegen der Feuchtigkeit kaum wahr. Ein weiterer Unterschied ist der, dass die Körpertemperatur in einem Dampfbad höher ist als in einer klassischen Saunakabine.

In den jeweiligen Kabinen sehen die Unterschiede wie folgt aus: In der Sauna ist eine Holzverkleidung üblich und auch die Bänke sind aus Holz. Beim Dampfbad hingegen ist die Inneneinrichtung an die hohe Luftfeuchtigkeit angepasst, denn Holz eignet sich nicht für hohe Luftfeuchtigkeit. Hier wird meist komplett gefliest oder mit Kunststoff gearbeitet, denn das Material muss der hohen Luftfeuchtigkeit standhalten.

Vorteile Sauna: positive Wirkung auf das Immunsystem und die Muskulatur

Vorteile Dampfbad: positive Wirkung auf die Atemwege (ausgeprägtere Inhalation im Gegensatz zur klassischen Sauna)

Was benötigt man für den Saunagang?

  • Großes Handtuch zum Liegen, sitzen oder umbinden - niemand möchte gerne im Schweiß des Vorgängers Saunieren.
  • Ein paar kleine Handtücher zum Abtrocknen
  • Für die Vorwäsche: Duschgel und Shampoo zum Duschen
  • Genug Zeit – planen Sie genügend Zeit ein, denn optimal entspannen können Sie nur ohne Stress und Zeitdruck.

Optional:

  • Bademantel
  • Badelatschen
  • Cremes oder Peelings (nicht in jeder Sauna erlaubt)

Wie bereite ich mich auf den Saunagang vor?

Trinken Sie genügend bevor Sie die Sauna betreten und gehen Sie noch einmal auf Toilette, da die Nierentätigkeit während des Saunierens angeregt wird. Duschen Sie sich vorm Saunieren gründlich ab. Nicht nur aus hygienischen Gründen ist das sinnvoll, denn ohne den Fettfilm auf der Haut schwitzt man auch besser. Danach gut abtrocknen.

Vor dem Saunagang ist auch ein Fußbad sehr beliebt, denn dadurch kann man den Körper auf die hohe Hitze in der Sauna vorbereiten und später das Schwitzen erleichtern. Das Fußbad erweitert die Gefäße im Fuß und fördert zudem die Durchblutung. Die Wassertemperatur sollte bei etwa 40 °C liegen, wärmer sollte es nicht sein. Baden Sie die Füße ein paar Minuten und gehen Sie dann unbekleidet und ohne Badelatschen in die Sauna.

Aber nicht nur vor dem Saunieren kann man von einem Fußbad profitieren, denn auch zum Abkühlen eignet sich ein Fußbad. Durch eine kalte Dusche oder ein kaltes Becken wird nämlich nur die Haut gekühlt und die Körperinnentemperatur bleibt weiterhin erhöht, da sich die Blutgefäße durch die Kälte zusammenziehen. Dadurch kann die Kälte nicht transportiert werden. Ein abschließendes, lauwarmes Fußbad weitet die Blutgefäße wieder und das kühle Blut kann in das Körperinnere gepumpt werden.

Wie verhält man sich während dem Saunieren?

In der Sauna sollte man sich prinzipiell ruhig verhalten, da eine Sauna für die meisten ein Ort der Ruhe und Entspannung ist. Saunaanfänger sollten sich zunächst auf die unteren bzw. mittleren Bänke setzen, da es oben am in der Sauna am Wärmsten ist. Dabei sollten Sie nicht vergessen, sich auf Ihr Badetuch zu setzen oder zu legen. Wenn Sie sitzen möchten, können Sie Ihre Beine auch auf die Bank legen, denn dadurch genießt der gesamte Körper die gleiche Temperatur. Möchten Sie in der Sauna liegen, so setzen Sie sich gegen Ende ein paar Minuten und bewegen Sie Ihre Beine um die Durchblutung anzuregen. Nun können Sie so lange saunieren wie Sie sich wohlfühlen. Die empfohlene Dauer eines Saunagangs liegt zwischen 8 und 12 Minuten und sollte nicht länger als 15 Minuten gehen. Er kann bis zu zwei Mal wiederholt werden. Oft wird gegen Ende ein Saunaaufguss durchgeführt. Dabei wird der Aufguss auf die Saunasteine gegossen und es entsteht Wasserdampf, der einen starken Hitzereiz auslöst. In öffentliches Saunen führt zur Sicherheit ausschließlich der Saunameister den Aufguss durch und währenddessen darf nur im Notfall die Kabine verlassen werden. Mehr über den Saunaaufguss erfahren Sie in unserem Beitrag "Saunaaufguss mit Saunaduft".

Was passiert nach dem Saunabaden?

Bewegen Sie sich nach dem Saunagang zunächst an der frischen Luft. Die richtige Abkühlung ist wichtig für Ihren Körper um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen. Kühlen Sie sich deshalb mit Kaltwasser ab und nehmen Sie gegebenenfalls wie oben erwähnt im Anschluss ein Fußbad oder entspannen Sie sich auf einer Liege und gönnen Sie ihrem Körper eine kurze Ruhephase.

Nach dem Abkühlen sollten Sie sich ausruhen und ausreichend trinken.


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