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So bauen Sie Ihren Pool selber: Eine Anleitung

23.03.2021 13:56

Ein Garten ist eine schöne Sache. Er dient zur Erholung und trägt zur Erhaltung Ihrer Gesundheit bei. Gartenarbeit wird von Ärzten als Ausgleich für überwiegend sitzende Tätigkeiten empfohlen. Körperliche Bewegung an der frischen Luft kräftigt die Muskeln und hilft dabei, Kalorien zu verbrennen. Bei der Gartenarbeit kommt man jedoch schnell ins Schwitzen. Deshalb spielen mehr und mehr Gartenbesitzer mit dem Gedanken, sich einen Pool für den eigenen Garten anzuschaffen. Viele schrecken jedoch vor den Kosten und dem Aufwand zurück, der mit einem Gartenpool inklusive Skimmer, Gegenstromanlage und anderen Zubehör verbunden ist. Diese Bedenken sind jedoch in vielen Fällen unbegründet. Es gibt eine einfache Lösung des Problems: Den Pool selber bauen.

Eingelassenes Kunststoff Schwimmbecken mit Pflastersteinen.

Welche Vorteile hat es, wenn Sie den Pool selber bauen?

Der größte Vorteil, den ein Swimmingpool im Garten hat, welchen Sie in Eigenregie bauen, sind die niedrigeren Kosten. Je mehr Sie beim Poolbau selbst anpacken, umso mehr sparen Sie. Mit dem Poolbau verhält es sich ähnlich wie mit dem Hausbau. Eigenbeteiligung wird als "Muskelkapital" bezeichnet, weil es bares Geld spart. Wenn Sie den Pool selber bauen, haben Sie zudem freie Zeiteinteilung. Sie können sich dem Poolbau zum Beispiel im Urlaub oder an den Wochenenden widmen. Die längere Bauzeit hat noch weitere Vorteile. Sie streckt die Kosten für den Poolbau über einen längeren Zeitraum. Das bedeutet, Sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, wie Sie den Pool finanzieren wollen. Sie beginnen einfach mit dem Aushub der Baugrube, gießen die Bodenplatte und gehen von da an Schritt für Schritt voran.

Tipp
In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Poolbau nicht komplett in Eigenregie durchzuführen. Am besten ist eine Mischung aus Pool selber bauen und Hilfe durch Experten.

Für den Aushub benötigen Sie in der Regel einen Bagger (außer vielleicht bei Stahlwandbecken). Dessen Bedienung erfordert Fachkenntnisse. Dasselbe trifft auf das Gießen der Bodenplatte zu. Dazu benötigen Sie Erfahrung. Elektrische Anschlüsse für die Pooltechnik wie Gegenstromanlage, Skimmer, Filteranlage und anderes Zubehör dürfen nur durch einen Fachmann im Gartenpool installiert werden.

Was benötigen Sie für den Poolbau?

Das kommt ganz darauf an, für welche Art von Pool Sie sich entscheiden. In namhaften Onlineshops wie Wellness4me finden Sie zum Beispiel Stahlwandbecken als Komplettset. Dazu gehört der eigentliche Gartenpool mit Wänden und Stützgerüst sowie alles notwendige Zubehör wie Filteranlage, Beleuchtung, ja sogar Skimmer und Gegenstromanlage. Nur den Aushub für das Schwimmbecken und die Bodenplatte müssen Sie selbst vornehmen.

Wenn Sie den Pool im Garten selber bauen möchten, benötigen Sie dafür eine Reihe von Spezialmaschinen und Geräte. Es wäre ineffizient, sie zu kaufen, da sie in der Regel nur einmal (für den Poolbau) benötigt werden. Die beste Lösung besteht darin, sie zu mieten. Viele Baumärkte bieten einen Mietservice für Geräte an. Online finden Sie Anbieter, die auf  die Vermietung aller Arten von Geräten, vom Minibagger über Betonmischer und Betonpumpen bis hin zu Rüttelgeräten und Schweißgeräten spezialisiert sind.

Welche Arten Schwimmbecken gibt es?

In der Kategorie Gartenpool finden Sie mehrere Arten von Schwimmbecken:

  • Stahlwandbecken
  • GFK Pool
  • Styropor Gartenpool
  • Edelstahl Pool
  • Pool aus Beton oder Mauersteinen

Jede Variante des Beckens hat ihre Vor- und Nachteile.

Stahlwandbecken

Ein Stahlwandbecken ist ein einfaches und kostengünstiges Schwimmbecken. Stahlwandbecken bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Am einfachsten ist es, wenn Sie das Stahlwandbecken als Aufstellpool konzipieren. In dieser Variante des Beckens ersparen Sie sich den Aushub der Baugrube und das Gießen der Bodenplatte. Zudem werden Stahlwandbecken oft als Komplettsets, inklusive Filteranlage, Skimmer und Gegenstromanlage angeboten. Ein Gartenpool zum Aufstellen hat aber auch Nachteile. Seine Größe ist begrenzt, der Einstieg schwierig und das Wasser kann nicht beheizt werden. Diese Nachteile können Sie kompensieren, indem Sie das Stahlwandbecken ganz oder teilweise in den Boden einlassen. Das bedeutet jedoch den Aushub der Baugrube und das Anlegen einer Bodenplatte.

GFK Pool

Bei einem GFK Pool besteht das Schwimmbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff.  Das Becken wird in der Fabrik hergestellt und in einem Stück geliefert. Das ist eine große Erleichterung, wenn Sie den Pool selber bauen. Sie müssen sich lediglich um den Aushub der Baugrube, die Bodenplatte und die elektrischen Anschlüsse für Filtersystem, Skimmer und Gegenstromanlage kümmern. In Onlineshops wie Wellness4me können Sie GFK Schwimmbecken als Komplettsets kaufen, inklusive aller Pooltechnik wie Filter, Pumpe, Skimmer und Gegenstromanlage.

Styropor Gartenpool

Diese Variante des Beckens ist bei Heimwerkern sehr beliebt, weil es damit einfach ist, den Pool selber zu bauen. Die Wände für das Schwimmbecken werden aus Styroporsteinen gebaut. Sie sind leicht und lassen sich gut verarbeiten. Nach dem Aushub der Baugrube und dem Anlegen der Bodenplatte werden sie wie Legosteine ineinander gesteckt, durch Armierungseisen gehalten und für bessere Stabilität mit Beton gefüllt. Die Steine können mit Messer oder Säge zugeschnitten werden. Einen Skimmer oder eine Gegenstromanlage bzw. andere Pooltechnik einzubauen ist kein Problem.

Tablet, Sonnenbrille, Hut und ein kaltes Getränk auf dem Beckenrand des Pools im Garten.

Edelstahl Pool

Diese Variante ist ein luxuriöser Gartenpool, da Edelstahl teuer ist. Das Schwimmbecken wird in der Fabrik hergestellt und in einem Stück auf Ihr Grundstück geliefert. Sie müssen lediglich den Aushub der Baugrube übernehmen und sich um die elektrischen Anschlüsse kümmern. Gegenstromanlage und Skimmer können Sie nachträglich installieren.

Pool aus Beton oder Mauersteinen

Das ist die klassische Variante. Wenn Sie so einen Pool selber bauen wollen, benötigen Sie viel Geschick und Erfahrung. Arbeitsaufwand und Kosten sind hoch. Dafür können Sie den Pool nach Ihren eigenen Wünschen frei gestalten. Ein Pool aus Beton oder Mauer- bzw. Natursteinen hält viele Jahre, beinahe ebenso lange wie ein Haus.

Entscheiden Sie sich jetzt für einen Pool!

Den Pool selber bauen - Schritt für Schritt

Wie genau der Poolbau abläuft, hängt unter anderem davon ab, für welche Art von Pool Sie sich entscheiden. Bei einem Pool mit vorgefertigten Schwimmbecken ist der Aufwand erheblich geringer.

Die Vorbereitung

Zu Beginn sollten Sie sich einen Überblick über die Kosten verschaffen. Dabei darf nicht nur der Preis für den Pool selbst berücksichtigt werden, sondern auch Ausgaben für den Aushub der Baugrube, das Anlegen der Bodenplatte, die Installation der Technik und Zubehör wie Heizung, Poolabdeckung, Liegefläche und Sicherheitszaun.
Wählen Sie den Standort mit Bedacht. Er sollte eben und sonnig sein, nicht zu dicht an der Grundstücksgrenze und in der Nähe von elektrischen Anschlüssen. Fertigen Sie eine maßstabsgerechte Zeichnung vom geplanten Poolbau an.

Tipp
Unbedingt vorher bei der Gemeinde erkundigen, ob Sie eine Baugenehmigung für Ihren Swimmingpool benötigen!

Wenn Sie eine Baugrube ausheben müssen, erkundigen Sie sich bei Versorgungsunternehmen (Strom, Wasser, Gas) über den Verlauf von Leitungen unter Ihrem Grundstück.

Die Baugrube ausheben

Bei kleinen Pools können Sie die Baugrube in Ihrem Garten selbst mit Spaten, Schaufel und Schubkarre ausheben. Bei größeren Schwimmbecken leihen Sie sich besser einen Minibagger aus oder beauftragen ein Bauunternehmen mit der Aufgabe.

Tipp
Lassen Sie den Aushub noch nicht wegfahren. Einen Teil davon benötigen Sie eventuell zum Hinterfüllen der Wände.

Die Bodenplatte gießen

Die Bodenplatte dient als Fundament für den Poolbau. Sie muss die Wände und das Gewicht des Wassers tragen. In der Regel ist die Bodenplatte zwischen 20 - 30 cm dick. Bevor der Beton für die Bodenplatte gegossen werden kann, muss die Bodenplatte eingeschalt werden und Stahlmatten zur Armierung ausgelegt werden. Erst danach kann der Beton für die Bodenplatte gegossen werden. Bei größeren Schwimmbecken wenden Sie sich besser an eine Baufirma. Der Beton sollte mit Baufolie abgedeckt werden, damit er nicht zu schnell trocknet und rissig wird.

Der Poolbau kann erst fortgesetzt werden, wenn die Bodenplatte ausgehärtet ist.

Die Wände hochziehen

In der nächsten Etappe beim Poolbau müssen die Wände des Schwimmbeckens hochgezogen werden. Hier ist natürlich ein GFK Pool von Vorteil, weil das Schwimmbecken bereits fertig in einem Stück geliefert wird. Große Edelstahlpools werden manchmal in mehreren Teilen geliefert, die vor Ort zusammengeschweißt werden müssen. Das geschieht, damit der Pool leichter transportiert werden kann. Den Pool selber bauen klappt am einfachsten mit Styroporsteinen. Für das Errichten von Wänden aus Mauersteinen oder Beton sind große Fachkenntnisse erforderlich.

Verputzen

Abhängig davon, welche Art von Pool Sie gewählt haben, müssen die gemauerten Wände außen und innen verputzt werden. Von außen erfolgt eine Abdichtung mit Bitumen und Folie. Dieser Arbeitsschritt entfällt natürlich bei Stahlwandbecken, einem GFK Pool oder Edelstahl Pool.

Selbstgebauter Pool vorm eigenen Haus.

Installation der Zu- und Abflussrohre

Wenn Sie den Pool selber bauen, ist es jetzt Zeit, die Rohrleitungen und Anschlüsse für die Pooltechnik wie die Filteranlage oder die Gegenstromanlage zu verlegen. Das geht bei einem Styropor Schwimmbecken besonders einfach. Unter Umständen können Sie auch die Technik wie Umwälzpumpe und Gegenstromanlage nachträglich einbauen.

Wände hinterfüllen

Dieser Schritt ist notwendig, um den Beckenwänden Stabilität zu verleihen. Dafür können Sie den Aushub zumindest teilweise benutzen. Nötigenfalls können Sie auch Sand oder Kies benutzen. Das Material muss verdichtet werden.

Poolfolie anbringen

Das Anbringen der Poolfolie ist der letzte Schritt, wenn Sie den Pool selber bauen. Der Boden wird mit Poolvlies ausgelegt. Vor dem Anbringen müssen Wände und Boden des Pools gründlich gesäubert werden. Lassen Sie beim Verlegen große Sorgfalt walten. Achten Sie darauf, dass die Folie keine Falten bildet. Schneiden Sie die Folie so zu, dass möglichst wenig Schnittstellen und Stöße entstehen. Das erleichtert das Abdichten. Versiegeln Sie die Poolfolie mit einer Heißluftpistole. Die heiße Luft weicht den Kunststoff der Folie auf und verbindet die Bahnen untrennbar miteinander.

Wasser einfüllen

Gehen Sie langsam und mit Bedacht vor. Füllen Sie das Wasser etappenweise ein und beobachten Sie dabei, ob sich Blasen bilden oder irgendwo Wasser austritt. Füllen Sie den Pool mit Wasser bis zur gewünschten Höhe und markieren Sie den Wasserstand an einer unauffälligen Stelle. Lassen Sie das Wasser über Nacht stehen und kontrollieren Sie am nächsten Morgen die Markierungen. Wenn der Wasserspiegel nicht gesunken ist, konnten Sie erfolgreich den Pool selber bauen. Sollte Wasser ausgelaufen sein, müssen Sie es wieder ablassen und die Lecks finden und abdichten.

Wie können Sie Kosten sparen, wenn Sie einen Pool selber bauen?

Unterschätzen Sie nicht den Umfang der Arbeiten, die auf Sie zukommen, wenn Sie den Pool selber bauen. Sie sollten auf jeden Fall einen Fachmann kommen lassen und sich eine  Aufstellung der erforderlichen Arbeiten und Kosten geben lassen. Danach können Sie entscheiden, ob und in welchem Umfang Sie den Pool selber bauen oder ob Sie doch lieber eine Baufirma beauftragen.
Sie können Kosten sparen, wenn Sie die Arbeiten im Internet ausschreiben lassen. Es gibt mehrere Plattformen, auf denen private Auftraggeber verschiedenste handwerkliche Aufgaben zur Ausschreibung stellen.
Eine weitere Möglichkeit, um Kosten zu sparen, besteht im Kauf eines Komplettsets. Namhafte Onlineshops wie Wellness4me bieten zum Beispiel GFK Pools komplett mit Zubehör wie Sandfilteranlage und Gegenstromanlage an. Das ist um einiges günstiger, als die Teile einzeln zu kaufen.

Den Pool selber bauen - Ein Traum wird wahr

Einen Gartenpool selbst zu bauen ist kein Traum, sondern liegt durchaus im Bereich des Machbaren. Damit das Vorhaben gelingt, müssen Sie es sorgfältig planen. Legen Sie Ihr Budget fest und wählen Sie die Art des Pools und seinen Standort aus. Die meisten Bauherren gehen beim Poolbau übrigens gemischt vor. Sie bauen den Pool nicht komplett selber, sondern beauftragen für Teilarbeiten professionelle Baufirmen. Eine Baufirma kann beispielsweise die Baugrube an einem Tag mit dem Bagger ausheben und den Aushub entsorgen. Auch das Anfertigen der Bodenplatte für einen großen Gartenpool erfordert viel Fachwissen. Andere Arbeiten können dagegen zweifellos in Eigenregie verrichtet werden. Sie können dafür auch Nachbarn oder Kollegen um Unterstützung bitten und sie, wenn der Pool fertig ist, zum Baden einladen. Alternativ können Sie sich auch beim Poolbau Zeit lassen und das Schwimmbecken langsam aber sicher Stein für Stein errichten. Wenn Sie es sich fest vornehmen und Ausdauer haben, werden Sie Ihr Ziel erreichen.

Entscheiden Sie sich jetzt für einen Pool!

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