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Saunaofen mit Verdampfer: Vorteile, Funktionsweise & Unterschiede

04.05.2020 13:03 0 Kommentare

Großer Saunaofen in der Sauna

Ein Gang in die Sauna dient zu weit mehr als nur der Reinigung des Körpers. Er stärkt das Immunsystem, regt den Kreislauf an und dient auch zur Entspannung. In den skandinavischen Ländern und Russland hat die Sauna (oder Banja, wie es in Russland heißt) eine jahrtausendealte Tradition. In Deutschland dagegen wurde die Sauna erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt. Heute ist die Sauna populär wie niemals zuvor. Schätzungen zufolge gehen ungefähr 30 Millionen Deutsche regelmäßig in die Sauna. Neben öffentlichen Saunen haben viele eine Kabine mit einem Saunaofen daheim, häufig im Keller ihres Eigenheims, eingebaut.

Was ist ein Saunaofen mit Verdampfer?

Die Sauna wird auch Schwitzbad genannt, weil in der Kabine hohe Temperaturen herrschen. Ein starker Saunaofen kann die Luft in der Kabine bis über 100°C aufheizen, abhängig von seiner Leistung. Im Gegensatz zu einem normalen Ofen heizt ein Saunaofen die Kabine jedoch nur indirekt. Je nach Bauart und Leistung ist der Ofen entweder komplett mit Saunasteine gefüllt oder er hat einen Aufsatz für Saunasteine. Pro Ofen kommen zwischen 10 - 40 kg Saunasteine zum Einsatz. Der Saunaofen erhitzt die Luft nicht direkt, sondern gibt seine Wärme an die Saunasteine weiter. Saunasteine sind spezielle Gesteinsarten, die in der vom Ofen erzeugten Hitze nicht platzen und die Wärme gut speichern. Das beste Material für Saunasteine ist Diabas.

Der Naturstein enthält keine Schadstoffe und ist unempfindlich gegen Erwärmung und plötzliche Abkühlung. Der Ofen wird entweder elektrisch, mit Gas, Holz oder als Bio-Ofen betrieben. Der Bio Ofen heißt auch Kombiofen. Es handelt sich um einen normalen Saunaofen mit Verdampfer. Ein klassischer Saunaofen erzeugt trockene Hitze. In der normalen finnischen Sauna herrscht in der Kabine eine Luftfeuchtigkeit von 10 - 30 Prozent und Temperaturen von +70 - 100 °C. Benutzen Sie jedoch einen Kombiofen oder Bio Ofen mit Verdampfer, haben Sie in der Kabine Temperaturen von +45 - 60°C und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 - 60 Prozent. Je nach Verdampferleistung entspricht das nicht den Konditionen in einer Sauna, sondern in einem Dampfbad.

Wie funktioniert ein Saunaofen mit Verdampfer?

Ein Saunaofen mit Verdampfer wird auch Bio Kombiofen genannt. Im Prinzip handelt es sich um einen ganz normalen Saunaofen, der elektrisch, mit Gas oder Holz beheizt wird und seine Hitze an Saunasteine abgibt. Zusätzlich hat der Ofen noch einen Wassertank, den sogenannten Verdampfer. Der Verdampfer befindet sich meistens entweder an einer der Seiten oder an der Rückseite vom Ofen. Der Wassertank wird separat beheizt. Bei einem elektrischen Saunaofen dient dazu meistens ein zusätzlicher Heizstab, bei großer Verdampferleistung auch zwei. Der Heizstab bringt das Wasser zum Köcheln und es verdampft (daher der Name Verdampfer). Der Verdampfer wird mit einem perforierten Abdeckblech verschlossen. Darauf können Sie eine Schale mit Kräutern stellen. Ein hochwertiger Saunaofen ist mit einem Summer ausgerüstet. Das ist eine Sicherheitseinrichtung, die anzeigt, wenn der Wasserstand im Verdampfer zu niedrig ist und wieder Wasser aufgefüllt werden muss. Die Verdampferleistung ist jedoch so bemessen, dass das Wasser nur sanft köchelt.

Welche Vorteile hat ein Saunaofen mit Verdampfer?

Ein normaler Ofen ohne Verdampfer erzeugt Hitze und gibt sie an die Saunasteine ab. Die Hitze der Saunasteine ist zwar gesund, es handelt sich jedoch um eine trockene Hitze. Die hohen Temperaturen können den Körper sehr belasten, besonders wenn die betreffende Person die Sauna nicht gewöhnt ist oder sie über einen schwachen Kreislauf oder eine angegriffene Gesundheit verfügt. In solchen Fällen ist ein Bio Kombiofen oder Saunaofen mit Verdampfer die deutlich bessere Wahl.

Der größte Vorteil des Bio Kombiofen gegenüber einem klassischen Saunaofen besteht darin, dass der Kombiofen vielseitiger einsetzbar ist.

Sie können den Kombiofen entweder für eine trocken-heiße Sauna wie die typische finnische Sauna benutzen, oder auch alternativ damit ein besser verträgliches Dampfbad nehmen. Wie es der Name Kombiofen bereits suggeriert, ist auch eine Kombination der beiden Verfahren, Sauna und Dampfbad, möglich.

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Welche Nachteile hat ein Bio Kombiofen?

Der größte Nachteil ist der höhere Preis im Vergleich zu einem normalen Saunaofen. Der ergibt sich durch die umfangreichere technische Ausstattung. Der Verdampfer bedingt auch einen höheren Aufwand bei Wartung und Pflege. Bei einem normalen Saunaofen genügt es, wenn Sie von Zeit zu Zeit die Saunasteine ersetzen. Bei einem Ofen mit Verdampfer müssen Sie den Wasserstand kontrollieren und gelegentlich Wasser nachfüllen. Der Verdampfer muss zudem regelmäßig entkalkt werden.

Im Großen und Ganzen weist ein Saunaofen mit Verdampfer mehr Vor- als Nachteile auf. Wenn Sie gern und regelmäßig in die Sauna gehen, ist ein Ofen mit Verdampfer die bessere Wahl.

Welche Unterschiede gibt es bei Saunaöfen?

Der wichtigste Unterschied besteht in der Energiequelle, die verwendet wird, um den Ofen zu beheizen:

  • Elektro Saunaofen
  • Gas Saunaofen
  • Holz Saunaofen

Am häufigsten wird der Elektro-Saunaofen verwendet. Er ist einfach zu installieren und zu betreiben, sauber und sicher.
Selten kommt dagegen ein Gas-Saunaofen zum Einsatz. Seine Installation muss von einem Fachmann ausgeführt werden, da er an das Gasnetz angeschlossen werden muss. Es besteht Brandgefahr. Da dieser Ofen Sauerstoff verbraucht, muss für die Zufuhr von Frischluft gesorgt und die Abgase aus der Kabine ins Freie geleitet werden. Es ist eine Genehmigung des zuständigen Schornsteinfegers erforderlich. Gas-Saunaöfen werden eher kommerziell, in Hotels oder Wellnesscentern, genutzt.

Bio Saunaofen in der Sauna

Der Holz-Saunaofen ist ein klassischer Ofen, der mit Holz befeuert wird. Er sorgt für eine gemütliche Atmosphäre in der Kabine. Sein Vorteil: Dieser Ofen funktioniert vollkommen unabhängig vom Stromnetz oder Gasanschlüssen. Sie können den Holz-Saunaofen praktisch überall betreiben, selbst an Orten, wo es keinen Netzstrom gibt.
Trotzdem sind Holz-Saunaöfen nur wenig verbreitet, weil sie viele Nachteile haben. Ihr Betrieb ist umständlich und gefährlich (lange Aufheizzeit, Brandgefahr, Rauchgase, umständliche Reinigung). Zudem ist Holz gar nicht so umweltfreundlich wie viele denken. Es ist zwar Co²-neutral, setzt jedoch bei der Verbrennung erhebliche Mengen an Feinstaub frei. Holzöfen eignen sich für Außenkabinen.

Eine weitere Option zur Unterscheidung ist die Steuereinheit. Jeder elektrische Ofen muss mit einer Steuereinheit ausgerüstet sein. Es gibt Öfen mit integrierter und externer Steuereinheit. Bei einem Saunaofen mit externer Steuerung befindet sich die Eingabeeinheit außerhalb der Kabine. Ein Ofen mit integrierter Steuereinheit kann dagegen von der Kabine aus bedient werden. Das ist zwar bequemer, die Geräte sind jedoch störanfälliger, weil die Elektronik Hitze nicht gut verträgt.

Wenn Sie keinen Kombiofen mit integrierten Verdampfer besitzen, können Sie manche Modelle auch mit einem separaten Verdampfer nachrüsten.

Wie viel kostet ein Saunaofen?

Das Angebot ist sehr groß. Aktuell sind mehr als 200 verschiedene Modelle auf dem Markt. Die Preisspanne reicht von einem kleinen Gerät für weniger als 200 EUR bis zu einem Ofen mit großer Leistung für mehr als 3.500 EUR. Beide Geräte werden mit Strom betrieben. Der kleine Ofen hat eine Leistung von gerade einmal 4,5 kW. Das reicht für eine Kabine mit maximal 6 m³. Der große Saunaofen bringt dagegen 15 kW Leistung. Das genügt, um eine Kabine mit 25 m³ Volumen aufzuheizen.

Bei einem mittelgroßen Elektro Saunaofen mit 9 kw Leistung müssen Sie mit Betriebskosten (Stromkosten) von ca. 3 EUR pro Stunde rechnen.

In der Kategorie Bio Kombiofen schwankt der Preis zwischen 400 und knapp unter 2.500 EUR. Die Leistung kann zwischen 9 und 12 kW liegen.
Einen Holz Saunaofen können Sie ab etwa 450 EUR bis etwas mehr als 3.00 EUR bestellen. Bei dieser Art Ofen ist die Leistung natürlich höher. Sie beginnt bei ca. 13 kW und kann bei Spitzenmodellen bis zu 40 kW steigen. Damit können Sie eine Kabine mit Volumina von 13 - 50 m³ beheizen. Bei dieser Größe handelt es sich schon nicht mehr um eine Kabine, sondern um eine Hütte oder einen Saunaraum.

Worauf müssen Sie beim Kauf eines Saunaofens achten?

Betriebsart

Zunächst einmal müssen Sie sich für die Betriebsart entscheiden. Weil sie relativ einfach anzuschließen und zu betreiben sind, erfreuen sich elektrische Saunaöfen großer Beliebtheit. Bevor Sie so einen Ofen in Ihrer Kabine installieren, sollten Sie checken, welchen Stromanschluss der Saunaofen benötigt. Viele Geräte mit hoher Leistung benötigen Kraftstrom. Der ist jedoch nicht überall verfügbar. Zudem darf die Installation nur durch einen Fachmann ausgeführt werden.

Ein Gas-Saunaofen muss ebenfalls vom Fachmann angeschlossen werden. Bei einem Holz Saunaofen benötigen Sie die Genehmigung des Schornsteinfegers. Er muss den Ofen vor der Inbetriebnahme abnehmen und freigeben.

Leistung

Die Leistung ist wahrscheinlich das wichtigste Kriterium bei der Auswahl. Der Ofen muss die Kabine ausreichend erwärmen können. Welche Leistung erforderlich ist, richtet sich nach der Größe und der Beschaffenheit der Kabine. Als Faustregel bei einer kleinen Kabine bis 6 m³ Volumen geben Experten eine Leistung von 1 kW pro Kubikmeter an.

Beim Punkt Leistung sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen. Hat der Saunaofen eine zu hohe Leistung, schaltet der Temperatursensor den Ofen zu schnell ab. Die Kabine kann sich nicht richtig erwärmen. Bei zu schwacher Leistung läuft das Gerät ständig. Das treibt die Betriebskosten in die Höhe und der Ofen verschließt schneller.

Montageart

Die meisten Saunaöfen sind frei stehende Geräte. Wenn Ihre Sauna nur klein ist, können Sie sich jedoch auch für einen Ofen zur Montage an der Wand oder unter einer Sitzbank entscheiden.

Saunakabine

Wie pflegen Sie Ihren Saunaofen?

Die am häufigsten verwendeten elektrischen Saunaöfen benötigen kaum Wartung und Pflege. Nach dem Anschluss sind sie in der Regel betriebsfertig, zumal die Öfen meistens als Komplettset inklusive Saunasteine (und bei einem Kombiofen auch mit Verdampfer) geliefert werden. Der Betrieb läuft weitestgehend automatisch. Es kann höchstens von Zeit zu Zeit notwendig werden, die Saunasteine auszutauschen. Das ist bei normalem Gebrauch etwa alle 12 Monate, bei starkem Gebrauch alle 3 bis 4 Monate erforderlich.
Das Gehäuse des Ofens können Sie bei Bedarf mit einem feuchten Lappen säubern. Die Saunasteine sollten Sie ebenfalls umschichten und von Rückständen befreien.

Mehr Sorgfalt erfordert der Verdampfer. Den müssen Sie nach jeder Benutzung komplett leeren und auswischen. Das Absetzen von Kalk verhindern Sie, wenn Sie zum Reinigen Wasser mit einem Zusatz von Essig oder Zitronensaft benutzen.
Zu- und Abluftöffnungen müssen alle 6 Monate gereinigt werden. Sollte die Kabine mit einem Ventilator ausgerüstet sein, sollten Sie diesen in etwa denselben Abständen von Staub und Flusen befreien.

Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung der Kabine, auch wenn die Sauna nicht in Betrieb ist. Das verhindert Korrosion und die Bildung von Schimmel.

Saunaofen und Sicherheit

Von Saunaöfen gehen potenziell Gefahren aus, weil die Geräte hohe Temperaturen und im Fall von Gas- oder Holzöfen auch giftige Abgase erzeugen. Sorgen Sie unter allen Umständen für genügend Frischluft in der Kabine. Das ist besonders wichtig, wenn sich die Sauna in einem geschlossenen Raum, beispielsweise dem Keller, befindet.

Betreiben Sie den Saunaofen niemals ohne einen Ofenschutz. Das Schutzgitter erfüllt einen doppelten Zweck. Es schützt die Benutzer der Sauna vor Verbrennungen und verhindert, dass die Wände der Kabine mit dem heißen Ofen in Kontakt kommen. Besonders wenn die Sauna aus Holz gebaut ist, besteht Brandgefahr.

Beim Betrieb achten Sie darauf, die Saunasteine immer lose in den Korb zu packen. Werden sie zu dicht geschichtet, besteht die Gefahr eines Wärmestaus. Wenn Sie den Kombiofen einschalten, achten Sie darauf, dass im Verdampfer genügend Wasser und das Ablaufventil geschlossen ist. Zwar gibt es ein Warnsignal, wenn der Verdampfer leer ist. Das kann aber aus irgendeinem Grund einmal eine Fehlfunktion haben.

Wohltuende Saunagänge zu Hause genießen

Regelmäßige Saunagänge fördern die Gesundheit und das Wohlbefinden. Darum richten sich immer mehr Deutsche daheim ihre eigene Sauna ein. Das Herzstück jeder Sauna ist natürlich der Saunaofen. In der Praxis hat sich der Saunaofen mit Verdampfer, auch Kombiofen genannt, gut bewährt.

Das liegt daran, dass Sie mit diesem Ofen sowohl eine klassische Sauna mit hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit als auch ein Dampfbad mit niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit realisieren können. Dampfbäder belasten den Kreislauf weniger und werden von Personen mit schwacher Konstitution besser vertragen. Ein Bio Kombiofen ermöglicht Ihnen ganz nach Wunsch beide Optionen.

Am beliebtesten sind elektrische Saunaöfen, weil sie sauber, sicher, leicht zu bedienen und wartungsarm sind. Bei der Wahl eines Saunaofens sollten Sie sich am besten von einem Fachmann beraten lassen. Der kennt sich mit dem Gesamtkonzept aus und kann Ihnen auch raten, welche Art der Kabine am besten ist und wie für die richtige Be- und Entlüftung gesorgt wird.

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