Saunaofen


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Der richtige Saunaofen für Ihre Sauna

Ohne Saunaofen, bleibt es kalt im neuen Wellnessbereich des Hauses. Der Saunaofen ist das Herzstück Ihrer Sauna, dementsprechend groß ist die Auswahl:

Vom Mini-Saunaofen, das klassisch finnische Modell, holzbefeuerter Saunaofen bis hin zum modernen Bio-Ofen mit zahlreichem Ofen-Zubehör, sind im Handel unendlich viele Varianten und Versionen erhältlich.

Beachten Sie stets die Proportionalität Ihres Saunaofens zur Saunagröße. Ist der Saunaofen zu klein, wird er die Sauna nur schwer und mit hohem Energieaufwand geheizt bekommen. Ist er überproportioniert, hat man zum einen zu viel Geld ausgegeben, zum anderen kann es passieren, dass sich die Wärme nur schwer dosieren lässt. Unter der Decke wird es dann zu schnell heiß und der Ofen wird ausgeschaltet. Auf der Bank ist dann noch ?kalt?.

In der Beschreibung jedes Saunaofens sind nicht nur dessen Grunddaten, wie Stärke und Größe angeben, sondern auch das empfohlene Volumen in Kubikmeter - m³ der Saunakabine.

Das Volumen der Saunakabine ist allerdings nicht als Einzelwert zu betrachten, sondern ist von mehreren Faktoren abhängig. Wir empfehlen deshalb maximal den Mittelwert des angegebenen Volumen-Wertes als Richtwert zu nutzen. Beim Festlegen der Ofen-Kapazität spielen neben dem Volumen der Kabine auch die verwendete Isolierung, die Zu- und Abluft, sowie die Umgebungstemperatur und einige weitere Aspekte eine wesentliche Rolle.

Wieso ist ein guter Saunaofen so wichtig?

Die Qualität des Ofens ist entscheidend für das Wohlgefühl beim Saunieren. Ohne Saunaofen wird keine Sauna heiß. Der Saunaofen ist wie der Motor eines Autos. Er muss die Sauna schnell aufheizen und schnell nachheizen, wenn die Temperatur in der Kabine fällt. Nur so können Temperaturschwankungen gut ausgeglichen werden. Er darf nicht zu stark und auch nicht zu schwach sein. Im Grunde ist es wie beim Auto: Ein Mini mit einem Porschemotor funktioniert genauso wenig wie ein Formel 1 Renner mit einem 50 PS Motor.

Um die Temperatur in der Sauna konstant zu halten und die Sauna nicht zu überhitzen, muss jeder Ofen gesteuert werden. Saunasteuergeräte können sowohl in den Saunaofen integriert sein als auch mit ihm gekoppelt werden. So ist es unter anderem möglich den Saunaofen vorzuheizen, ohne die Sauna zu betreten. Das kann gerade auf dem Heimweg eine super Methode sein, um nach der Arbeit noch eben zu saunieren ohne lange Wartezeiten.

Welche Modelle gibt es?

Die Saunaöfen lassen sich in sehr viele verschiedene Kategorien aufteilen. Es gibt aber nicht bei jeder Art der Unterscheidung auch alle Ofenarten:

1. Verwendete Energie

Hier gibt es im Grunde drei Varianten: Elektrizität, Holz und Gas:

Elektrizität

Mit großem Abstand die am häufigsten verwendeten Öfen in Mitteleuropa sind Elektro-Öfen. Sie werde in nahezu allen privaten Saunen und auch in kleinen öffentlichen Innen- und Außensaunen genutzt. Sowohl Finnische als auch Bio-Öfen gibt es als Elektroofen. In dieser Kategorie findet sich die größte Auswahl an verschiedenen Modellen.

Holz
Holz als Energiequelle findet vor allem Verwendung in Außensaunen. Diese Art des Heizens wird sehr häufig z.B. in Finnland und Russland eingesetzt. Der Betrieb einer Biosauna ist mit Holz als verwendete Energie nicht möglich. Diese funktioniert nur bei einem finnischer Saunaofen.

Gas
Auf Grund der Tatsache, dass die Verwendung von Gas durchaus höhere Sicherheitsanforderungen stellt, ist der Einsatz lediglich in sehr großen öffentlichen Saunen üblich.

2. Befestigungsart

Die verschiedenen Befestigungsarten unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Platz der jeweilige Ofen in der Saunakabine einnimmt und wie er sich in Sitzgelegenheiten und Liegeflächen integrieren lässt.

Standofen
Finnischer und Bio-Ofen, verschiedene Varianten und Formen (normaler Ofen, Globus Form oder Tower Heater), kann auch mit integrierter Steuerung geliefert werden

Wandofen
Diese Art der Anbringung stellt eine sehr günstige Variante sowohl für den Finnischen als auch für den Bio-Ofen dar. Da diese Art des Saunaofens in sehr großen Stückzahlen produziert wird, sind auch vergleichsweise geringe Preise möglich. Ein hängender Saunaofen kann auch mit integrierter Steuerung geliefert werden.

Hinterwand bzw. Unterbank Ofen
Hierbei handelt es sich wohl um die eleganteste Lösung, denn der Ofen ist quasi unsichtbar untergebracht. Auch diese Öfen gibt es als Finnische und Bio-Ofen. Die Wärmeverteilung soll sehr gut sein, dafür sind sie relativ teuer und werden meist nur in Luxussaunen oder wenn auf Grund der Saunagröße bzw. Saunaform kein anderer Ofen möglich ist, eingesetzt.

3. Sauna Art

Die Einteilung der Saunaöfen ist daran gekoppelt, dass die verschiedenen Saunaarten verschiedene Temperaturen und Feuchtegrade benötigen:

Finnischer Ofen: Klassische Art der Sauna bei hohen Temperaturen von 85 - 110°C und einer Luft-Feuchtigkeit unter 10% relative Feuchte

Bio-Ofen: Hier wird die Temperatur gesenkt und die Feuchtigkeit durch einen Verdampfer erhöht. Um dies zu erreichen benötigt man Kombiöfen mit einem Verdampfer und eine passende Saunasteuerung. Die Temperatur liegt bei 40 - 70°C und die Luftfeuchtigkeit bei 10 - 60% relativer Feuchte.

4. Einsatzort

Ein privater Saunaofen wird im Normalfall 2-3 Stunden pro Woche genutzt. Es kommt natürlich auf die Jahreszeit und die Anzahl der Familienmitglieder an, die getrennt voneinander saunieren. Aber im Grunde ist die Tendenz deutlich, dass eine private Sauna wesentlich seltener für einen Saunagang genutzt wird, als eine öffentliche.

Denn öffentliche Saunen werden täglich mehrere Stunden betrieben. Die verwendeten Materialien müssen also viel hochwertiger und langlebiger sein.

Welche Unterschiede gibt es?

Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten der technischen Umsetzung, der genutzten Energie und auch der Saunagestaltung an sich, gibt es natürlich auch viele Unterschiede zwischen den einzelnen Saunaöfen. Sie unterscheiden sich durchaus noch durch mehr Merkmale als nur in Qualität, Größe und natürlich dem Preis:

Größe:

o Elektroöfen: 2,3 - 36 kW, Saunagröße: 3 - 75 m³

o Holzöfen: 16 - 40 kW, Saunagröße: 6 - 50 m³

o Gasöfen: 9 - 108 kW, Saunagröße: 10 - 200 m³

Qualität:

Die Qualität des Saunaofen zeigt sich in erster Linie beim Heizstab. Der Heizstab ist ein Verschleißteil und die Hersteller geben darauf keine Garantie. Ein qualitativ hochwertiger Heizstab ist daher für die Lebensdauer des Ofens entscheidend.

Darüber hinaus kommt es natürlich auf die Verarbeitung an. Grundsätzlich ist man gut damit beraten, sich die Qualität betreffend auf die Erfahrungen der Fachmänner zu verlassen und im Zweifel zu bekannten Marken zu greifen.

Steuerungstechnik:

Die Steuerung des Ofens, aber auch des Lichts und anderer Komponenten in der Saune erfolgt über ein Steuergerät. Dieses kann sich an verschiedenen Orten befinden:

Extern
Die Steuerung kann extern, also außen an der Saunakabine, in der Nähe oder auch von der Ferne aus (Wifi, Bluetooth, BUS oder Internet) erfolgen. Dies ist die komfortabelste und genaueste Steuerungsmöglichkeit. Hier gibt es sehr viele Modelle in vielen Preislagen. Diese Steuerungen steuern nicht nur den Ofen sondern, abhängig vom Modell, auch Licht, Farblicht, Musik und Infrarotstrahler. Bei einem Bio-Ofen kann nur eine externe Steuerung verwendet werden.

Intern
Eine interne Steuerung ist als integrierte Steuerung unten im Ofen eingebaut. Es kann nur die Temperatur und Zeit (Eieruhr) eingestellt werden. Die Temperaturregelung ist hier meist ungenau. Insgesamt ist die Lösung durch eine interne Steuerung allerdings um einiges günstiger als ein Ofen mit externer Steuerung.

Saunasteine

Die Menge an Saunasteinen beeinflusst das Klima in der Saunakabine. Je mehr Saunasteine desto gleichmäßiger und somit besser ist das Klima. Andererseits gilt: Je mehr Steine, desto länger ist die Zeit, in der die Saunazelle sich aufheizen muss, um auf die gewünschte Temperatur zu kommen. Gute Saunaöfen haben mindestens 15 kg Saunasteine.

Neben der Menge der Steine ist deren Qualität entscheidend. Finnische Olivin Diabas Steine sind der Maßstab und die hochwertigsten Steine. Saunasteine verbrauchen sich und sollten daher jährlich oder mind. alle 2 Jahre getauscht werden. Neue gute Steine geben ein viel besseres Klima.

Was kostet ein eigener Saunaofen?

Die Kosten, die ein Saunaofen verursacht werden grundsätzlich in zwei Kategorien eingeteilt: Einmalige Kosten und Unterhaltungskosten. Die einmaligen Kosten fallen meist bei der Anschaffung an. Die Unterhaltungskosten durch den Betrieb des Ofens.

Die Anschaffungskosten für einen Saunaofen im privaten Bereich bewegen sich zwischen 150 Euro bis hin zu mehreren 1.000 Euro-. Im gewerblichen Einsatz zum Beispiel in einem Hotel oder einem kleineren Wellnessbereich kann der Saunaofen gut und gerne schon mal 800 bis 15.000 Euro kosten. Im öffentlichen Einsatz, also Spaßbädern oder öffentliche Saunen finden sich meist Öfen mit einem Anschaffungswert von 5.000 bis hin zu mehreren 10.000 Euro.

Die Unterhaltskosten des Ofens betragen privat 5 - 10 Euro pro Woche. Öffentlich Saunaöfen haben abhängig von der Energieart und der täglichen Betriebszeit wesentlich höhere Unterhaltungskosten.

Welcher Saunaofen ist der richtige für mich?

Um den richtigen Saunaofen für die eigenen Bedürfnisse zu finden, sollte man die eigenen Wünsche und Anforderung an die Heimsauna kennen. Ein paar Fragen können hierbei helfen, die Anforderungen etwas abzustecken:

  1. Wie groß ist die Saunakabine? An Hand der Saunagröße lässt sich die benötigte Heizleistung berechnen.
  2. Soll es eine finnische Sauna oder Bio-Sauna werden?
  3. Wie wichtig ist mir die Optik des Ofens? Danach lässt sich entscheiden, ob es ein Tower Heater, Hinterwandofen oder ein normaler Ofen sein soll.
  4. Welche Steuerung extern oder integrierte Steuerung soll verwendet werden?
  5. Welches Budget steht zur Verfügung?

Sind diese Fragen abgesteckt, lässt sich die Anzahl der möglichen Saunaöfen bereits stark eingrenzen und der richtige Saunaofen finden.

Welches Zubehör braucht es neben einem Saunaofen noch?

Für das Betreiben einer Sauna sind natürlich noch ein paar mehr Dinge erforderlich, als nur ein Saunaofen und eine "Holzhütte". Auch wenn der Saunaofen den Charakter der Sauna zu einem großen Teil ausmacht, braucht es noch ein paar weitere Dinge:

  • Ofenschutzgitter
  • Saunasteine
  • Saunasteuerung
  • Kübel, Kelle, Sanduhr, Thermometer, Hygrometer, Saunaaufgüsse
  • Saunalicht, LED Farblicht