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Swimmingpool im Garten: Alle Infos zur Anschaffung

16.01.2020 15:10 0 Kommentare

Swimmingpool im Garten

Sie suchen nach einem Swimmingpool für den eigenen Garten oder möchten vielleicht sogar einen bauen? Dann kann Sie folgender Ratgeber darin unterstützen, die richtige Entscheidung zu treffen. Wir zeigen Ihnen alles, was Sie rund um das Thema Schwimmbecken im Garten wissen sollten.

Warum ein Swimmingpool im Garten?

Ein Swimmingpool im Garten bringt einige Vorteile mit sich. Sie können zu jederzeit schwimmen, ohne sich nach Öffnungszeiten zu richten. Auch Eintrittsgelder müssen nicht entrichtet werden. Zudem sparen Sie sich dabei die Anfahrt. Vor allem für Familien mit Kindern ist dieser Aspekt sehr vorteilhaft. Der eigene Pool spart deshalb einiges an Zeit und Stress.

Auch das Packen von Badesachen ist bei einem Pool im eigenen Garten nicht notwendig. Sie können sportlich aktiv sein, wann immer Ihnen danach ist. Denn Schwimmen ist auch sehr gesundheitsförderlich: Es regt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern ist auch gut für Gelenke und Bänder. Daher ist Schwimmen ein effizientes und beliebtes Ganzkörpertraining. Außerdem stärkt es die Kondition, Ausdauer und ist ein großer Spaß für die ganze Familie.

Welche Arten von Pools im Garten gibt es?

Es wird zwischen verschiedene Arten von Swimmingpools unterschieden. Wir stellen Ihnen im Nachfolgenden die Beliebtesten vor:

Im Boden eingelassener Swimmingpool im Garten

Hier ist die Badewanne bereits geformt und wird in einer Grube platziert. Die Kunststoffbecken sind in unterschiedlichen Größen, Formen und Designs erhältlich. Die Wanne wird auf einer Betonplatte befestigt. Die Vielzahl der Fertigbecken bestehen aus Glas verstärktem Kunststoff. Eine Alternative Möglichkeit ist ein Becken aus Polyester. Der Vorteil: Meist sind bei Fertigpools bereits alle Anschlüsse und Pumpen montiert. Auch die Anschaffung des Pools nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Ein Fertigpool ist bereits ab 5000 Euro erhältlich.

Der Swimmingpool kann auch vor Ort nach Ihren Wünschen montiert werden. Es bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Ein betoniertes Folienbecken: Folienbecken sind aus Beton oder Styropor gefertigt. Das Becken wird verputzt und anschließend mit einer Folie ummantelt. Die Platte ist ebenfalls aus Beton. Diese Form ist sehr kostenintensiv.
  • Folienbecken aus einer Stahlwand: Das Konstrukt aus Stahlmantel ist feuerfest und gut isoliert. Hierfür benötigt es keine zusätzliche Betonplatte. Dieser Gartenpool ist bereits ab 1000 Euro erhältlich.
  • Becken aus Edelstahl: Das Becken aus Edelstahl ist sehr kostenintensiv. Ein Becken aus Edelstahl ist ab circa 20000 Euro erhältlich. Allerdings fehlt hier noch die technische Ausstattung.
  • Naturbecken: Ein Naturbecken ist selbstreinigend und sorgt für einen natürlichen Badespaß.

Ein oberirdischer Swimmingpool

Dieser Swimmingpool wird auf den Gartenboden gesetzt. Es benötigt dafür ein Stahlwand-Folienbecken. Der Gartenpool muss in jedem Fall verkleidet werden. Meist ist die Verkleidung im Kaufpreis mit inbegriffen. Ein oberirdischer Swimmingpool kostet circa 5000 Euro. Sie können selbst entscheiden, wie Sie den Gartenpool verkleiden möchten. Es eignen sich beispielsweise druckimprägnierte Holzbohlen oder Planken aus Kunststoff. Auch eine gemauerte Verkleidung ist eine Alternative. Die Auswahl an Extras und Zubehör ist groß. Folgendes Zubehör ist erhältlich:

  • Sets für die Poolpflege
  • Abdeckmöglichkeiten
  • Reinigungsmittel
  • Leitern zum Einhängen
  • Beleuchtungen
  • Spezielle Düsen zur Massage, allgemeine Wellnessausstattung

Der Aufstellpool

Der Aufstellpool ist im Aufbau sehr flexibel. Er wird meist zu Beginn der Saison im Garten aufgestellt und gegen Ende des Sommers wieder abgebaut. Ein Aufstellpool kann platzsparend verstaut werden. Idealerweise in einer Garage oder im Keller, sodass er vor Witterung geschützt ist. Das Material besteht aus einer belastbaren Folie. Allerdings muss der Untergrund eben sein. Spitze Gegenstände, Steine oder Wurzeln können den Pool beschädigen.

Einzelne Modelle können sogar aufgeblasen werden. Modelle sind bereits ab 100 Euro erhältlich und verfügen über Filteranlagen, Montageleiter und Pumpe. Sie sollten in jedem Fall in eine Plane oder eine hochwertige Poolabdeckung investieren, um den Gartenpool vor Verschmutzung zu schützen.

Swimmingpool im Garten

Wie groß sollte der Swimmingpool sein?

Welche Größe die Richtige ist, ist abhängig von Ihren Bedürfnissen. Auch das Budget und die Größe des Gartens spielen eine Rolle. Die Personenanzahl ist ausschlaggebend für die Poolgröße. Wenn zwei Personen im Wasser sind, sollte der Gartenpool mindestens vier Meter breit sein. Eine Mindestlänge von sechs Metern wird empfohlen um darin schwimmen zu können.

Kalkulieren Sie lieber mit etwas mehr Personen. Egal, ob Nachbarskinder oder Freunde: Häufig ist ein Schwimmbecken sehr beliebt. Pro Person sollten Sie mit einer Oberfläche von 2,5 Quadratmetern rechnen. Das wären bei vier Personen circa zehn Quadratmeter benötigte Fläche.

Häufig ist ein Schwimmbecken 4 auf 8 Meter groß. Der Gartenpool sollte mindestens 1,50 Meter tief sein damit die Wassertiefe 1,40 Meter betragen kann. Für maximalen Badespaß muss das Schwimmbecken mindestens 80 Zentimeter tief sein. Aber Vorsicht: Bei diesen Tiefen darf nicht in den Pool gesprungen werden. Flache Poolbereiche sind nicht zu empfehlen.

Wo sollte das Schwimmbecken aufgestellt werden?

Ein sonniger Platz ist für das Schwimmbecken in jedem Fall zu empfehlen. Die Sonnenwärme dient der Erwärmung des Wassers. Ist der Swimmingpool nach Südosten ausgerichtet, wird er schon durch die Morgensonne erwärmt. Auch die Lage der Strom- und Wasserleitungen nehmen Einfluss auf den Standort. Je näher der Swimmingpool an den Leitungen ist, desto geringer sind die Stromkosten. Auch der richtige Untergrund ist zu beachten. Ein Aufstellpool benötigt einen ebenen Untergrund. Spitze Gegenstände können den Pool beschädigen.

Benötigt ein Swimmingpool im Garten eine Genehmigung?

Ob eine Genehmigung für den Swimmingpool im Garten erforderlich ist, ist abhängig vom jeweiligen Bauamt. Von Gemeinde zu Gemeinde können die Anforderungen sehr unterschiedlich sein. Für ein Fertigbecken im eigenen Garten benötigt es meist keine Genehmigung allerdings nur, wenn dieses nicht mehr als 50 Kubikmeter Wasser fasst. Für ein großes Schwimmbecken ist eine Genehmigung der Behörde erforderlich. Der Antrag kann in der Regel kostenfrei gestellt werden. Im Idealfall verfügen Sie über eine Platzzeichnung und einige Grundstücksfotos. Wenn Sie einen Pool im eigenen Garten bauen möchten, ist das in jedem Fall hilfreich.

Wie erhalten Sie die richtige Wasserqualität im Schwimmbecken?

Die Wasserqualität im Gartenpool ist sehr wichtig. Dabei schützt eine gute Qualität die eigenen Badegäste. Die Hygiene steht hier an erster Stelle. Im Allgemeinen wird zwischen 3 verschiedenen Möglichkeiten, den Gartenpool zu pflegen, unterschieden:

  • Die physikalische Reinigung von Schwimmbecken
  • Die chemische Reinigung durch Chlor
  • Die mechanische Reinigung wie Bürsten und Saugen

In jedem Fall sollten Sie den ph-Wert beachten. Dieser ist im Idealfall immer neutral. Zudem muss ein Gartenpool regelmäßig desinfiziert werden. So können Sie Algen im Schwimmbecken vermeiden. Die Wasserqualität kann über unterschiedliche Methoden getestet werden.

Möchten Sie mehr zur richtigen Wasserqualität erfahren, empfehlen wir Ihnen diese weiterführenden Beitrag:

Artikel über die richtige Dosierung von Chlor lesen

Kosten für den eigenen Swimmingpool im Garten richtig kalkulieren

Die Anschaffung oder der Bau des Schwimmbeckens allein ist nicht der Hauptkostenfaktor bei Swimmingpools. Je nachdem, wie viel Geld hier aufgewendet wurde und wie zeitintensiv die Pflege wird, kommt noch die Technik wie die Pumpe, der Skimmer, eine Leiter, Lichtinstallationen oder Ähnliches hinzu. Neben den Anschaffungskosten sollten auch Instandhaltungskosten bzw. Unterhaltungskosten mit eingeplant werden. Diese sind nicht nur für das Wasser allein gedacht, sondern auch für den Strom der Pumpe, Chemikalien, Austauschfilter, Aufsätze für Bodensauger und kleinere Verschleißteile.

Gerade diese Kosten machen es notwendig den Pool und die verwendete Technik gut zu planen. Denn der ein oder andere Euro, der bei der Planung eingespart wurde, kommt dem Poolbesitzer am Ende teuer zu stehen, wenn er auf die falsche Pumpe, eine falsche Durchströmungstechnik oder auch auf das falsche Reinigungsverfahren setzt. Bei den Anschaffungskosten sollten auch Arbeitsstunden für Handwerker zur Vorbereitung, den Aufbau und vielleicht auch die ein oder andere Korrektur im Garten mit einberechnet werden. Bei der Anschaffung kann ein Fundament für den Swimmingpool durchaus erforderlich sein. Das muss dann nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich eingeplant werden.

Entspannen im eigenen Pool

Allgemeine Tipps für das Schwimmbecken

Abschließend möchten wir Ihnen noch ein paar allgemeine Tipps für den Swimmingpool mitgeben:

Tipp 1: Abdeckung für den Pool

Eine Abdeckung für das Schwimmbecken lohnt sich in jedem Fall. Eine Abdeckung hält Schmutz vom Wasser fern. Ansonsten finden sich schnell Äste und Ungeziefer im Wasser.

Tipp 2: Einfacher Ein- und Ausstieg für den Pool

Egal, ob ältere Badegäste oder kleine Kinder, der Ein- und Ausstieg in den Pool sollte möglichst problemlos erfolgen. Eine Leiter erleichtert den Ein- und Ausstieg deutlich. Gerade fest installierte Pools sollten mit fest installierten Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten versehen werden.

Tipp 3: Sicherheit im Schwimmbecken steht an erster Stelle

Ein Pool muss in jedem Fall sicher sein. Im Internet gibt es dafür zahlreiche Inspirationsquellen, die zeigen welche Sicherheitsanforderungen absolute Grundvoraussetzung sind.

Fazit:

Ein eigener Swimmingpool ist eine tolle Sache. Sie können Ihren Badespaß ungestört und flexibel planen. Außerdem können Sie selbst entscheiden, welcher Gartenpool der Richtige ist. Egal, ob Naturbad oder Aufstellpool: Die Auswahl ist groß. Jedes Schwimmbecken ist mit anderen Sicherheitsanforderungen verbunden. Ein Aufstellpool benötigt beispielsweise einen ebenen Untergrund. Ein fest installiertes Schwimmbecken erfordert eventuell die Einholung einer Genehmigung beim Bauamt. Auch der Stellplatz sollte gut überlegt sein. Achten Sie zudem auf die Qualität des Wassers. Meist ist das Zubehör wie Pumpe und Filteranlage bereits in der Lieferung mit inbegriffen. Dennoch sollte bei der Anschaffung eines Pools alle Kosten im Blick behalten werden, damit am Ende keine bösen Überraschungen blühen.

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