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Wie finde ich die richtige Sauna?

30.05.2019 13:48 0 Kommentare

Sauna

Es ist immer das gleiche: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Bei der Anschaffung einer Saunakabine gibt es verschiedene Punkte, über die entschieden werden sollte. Die verwendete Energie, die Temperaturen in den Saunen und auch die Bauart können unterschiedlich gehandhabt werden und verursachen auch unterschiedliche Kosten in Anschaffung- und Betrieb. Je nach den Räumlichkeiten, dem Budget und den persönlichen Bedürfnissen der Nutzer, ist nicht jede der Saunaarten gleichermaßen für jeden Haushalt und jeden Nutzerkreis geeignet. Eine gute Beratung wird aber die richtige Sauna Art für die jeweiligen Bedürfnisse finden. Denn hier werden die richtigen Fragen gestellt und aus den Antworten die ebenfalls richtigen Schlüsse gezogen. Damit man als Käufer nicht komplett im Dunkeln steht, ist es sinnvoll, sich vorher zumindest einen ersten groben Überblick zu verschaffen.

Die verschiedenen Saunaarten

Saunakabine ist nicht gleich Saunakabine. Wer sich eine eigene Saunakabine inklusive Zubehör anschaffen möchte, der sollte sich ein wenig mit dem Angebot und den einzelnen Saunaarten auskennen. Denn um zu wissen, welche Sauna die richtige für die eigenen Bedürfnisse ist, sind die Eigenschaften der einzelnen Saunaarten nicht unwesentlich. So ist eine Massivsauna durchaus eine Investition für "die Ewigkeit". Sie wird also wenig Sinn machen, wenn eine Immobilie nur kurzfristig oder übergangsweise gemietet ist. Es haben alle Saunaarten ihre Eigenheiten, die berücksichtig werden sollten:

Finnische Sauna oder Bio-Sauna

Der Unterschied sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Als klassische Sauna bezeichnet man die finnische Sauna mit Temperaturen von 80 - 95 Grad Celsius. Dies sind, wie der Name schon sagt, die Saunen nach skandinavischem Vorbild. Sie sind im Vergleich mit anderen Saunaarten sehr heiß und trocken. Wenn von Saunen gesprochen wird, dann meist von dieser sehr bekannten und heißesten Sauna Art. Wer diese hohen Temperaturen nicht verträgt oder etwas mehr Abwechslung möchte, der kann eine Biosauna als Alternative in Betracht ziehen. Diese kommt auf bis zu 70 Grad bei einer wesentlich höheren Luftfeuchtigkeit. Die Biosauna hat eine Luftfeuchtigkeit bis zu 45 Prozent, das finnische Pendant eine von 10 bis 30 Prozent. Wobei die Luftfeuchtigkeit jeweils durch Aufgüsse kurzfristig erhöht werden kann. Die Aufgüsse können mit ätherischen Ölen abwechslungsreicher gestaltet werden. Ob man eine Bio Sauna oder eine finnische Sauna einrichtet, entscheidet der verbaute Ofen. Die klassischen Saunen verfügen meist über einen Steinofen, auf dem Aufgüsse stattfinden, die ohne Öle oder ähnliche Aromen im Aufguss auskommen.

Massiv- und Elementsauna

Hier machen das Material und die Bauweise den Unterschied: Eine Elementsauna besteht aus einzelnen Elementen und ist mit einer gesonderten Isolierung ausgestattet. Sie ist die richtige Wahl in den meisten Haushalten, die auf der Suche nach einer Lösung im Innenbereich sind. Die einzelnen Elemente sind sehr variabel und in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich. Das macht sie sehr flexibel, was Lösungen für kleinere Kellerräume oder verwinkelte Dachgeschossräume betrifft. Zudem lassen sich Elementsaunen außen mit verschiedenen Materialien verkleiden. So passen sie sich an die örtlichen Gegebenheiten und die optische Umgebung anpassen.

Eine Massivsauna wird ausschließlich aus Holz hergestellt, dass gleichzeitig auch die Isolierung bilden. Je stärker die Balken, umso stärker also auch die Isolierung. Die Massivsauna ist die natürlichere Art der Sauna und hat ein milderes Klima. Durch die Fertigung in Kassetten ist kein Nachspannen notwendig und auch die Decke kann, im Gegensatz zur Blockbohle, aus massiven Holz gefertigt werden. Die Massivsauna ist in Größe und Ausführung genauso variabel wie eine Elementsauna.

Sowohl eine Massiv-, als auch eine Elementsauna können als Bio oder finnische Saunen genutzt werden und verfügen wahlweise über einen Front- oder Eckeinstieg.

Die Energiequelle

Sowohl finnische als auch Biosaunen können mit Strom aus verschiedenen Quellen, wie Solar, Hausstrom oder anderen Energiequellen gespeist werden. Einige Saunen benötigen einen Starkstromanschluss. Dies sollte man bei der Anschaffung beachten. Denn gerade bei einer Gartensauna ist es nicht unwichtig für die Budgetplanung und auch den Bau, wenn erst noch Starkstrom zur betreffenden Stelle gelegt werden muss. Eine Infrarotkabine kann unter Umständen mit den üblichen 220 V, der vorhandenen Steckdosen genutzt werden.

Die richtigen Saunaarten finden

Um die richtige Sauna für den eigenen Bedarf zu finden, kann man ein paar Eckdaten und Fragen zu Rate ziehen:

  • Welche Temperatur hätte ich gern beim Saunieren haben? Oder wer will saunieren? Für Kinder und Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen sind Biosaunen oft die bessere Wahl.
  • Wie wichtig sind mir abwechslungsreiche Aufgüsse und Aromen in der Saunakabine? Wer nicht auf sie verzichten möchte, sollte sich ebenfalls für eine Biosauna entscheiden.
  • Wo soll die Saunakabine am Ende stehen? Draußen kann eine Massivsauna durchaus sinnvoll sein, drinnen sind oft Dachschrägen und unübliche Winkel vorhanden, die mit einer Elementsauna besser ausgefüllt werden können.
  • Wie lange soll die Saunakabine stehen? Muss sie vielleicht irgendwann noch einmal umziehen oder dem Nachmieter übergeben werden? Im ersten Moment mag die Frage weit hergeholt sein. Aber bei Mietobjekten macht ein durchdenken der Zukunft durchaus Sinn. Zieht man schnell wieder aus, sollte die Sauna entweder mehrmals montierbar sein oder mit übergeben werden. Das legt fest, welche Materialien verbaut werden können und welches Budget eingesetzt wird.
Gartensauna

Unser Fazit zum Thema

Wer keine Lust hat, sich mit den einzelnen Saunaarten zu beschäftigen, der sollte sich an einen Fachmann mit guter Beratung wenden. Einen groben Überblick sollte man sich trotzdem verschaffen. Die Möglichkeiten beim Saunakauf sind sehr umfangreich und nicht immer ist die erste Sauna Art, für die man sich entscheidet, stellt auch gleich die beste Wahl dar. Neben einer finnischen oder einer Bio Sauna sind zum Beispiel auch noch Dampfbäder, wie sie hauptsächlich in Russland genutzt werden möglich oder auch eine Infrarotkabine als Lösung denkbar. Auch draußen kann eine Elementsauna durchaus Sinn machen, wenn die Isolierung stimmt oder es ringsum eine Gartenhütte oder ähnliches gibt.

Neben der Gegenwart sollte beim Kauf einer Sauna auch an die Zukunft gedacht werden. Denn nicht immer bleibt die Nutzung der Saunakabine mit den gleichen Bedingungen verknüpft. Die Temperatur ist eine Grundsatzentscheidung, die von allen Nutzern getragen werden muss. Sie sollte auch in Anbetracht der zukünftigen Familienentwicklung geplant werden. Denn Kinder profitieren durchaus von einer Biosauna, wenn der Aufguss nicht all zu heiß ist. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird im Alter nicht zwingend besser. Wer gut plant und sich von Anfang an für die richtige Sauna Art entscheidet, der hat wirklich lange Freude an seiner Saunakabine und spart sich spätere Neuanschaffungen oder Umbauten.

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