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Die Pool-Checkliste - Poolpflege und Instandhaltung

18.10.2019 11:20 0 Kommentare

Gepflegte Poolanlage

Jeder Poolbesitzer möchte klares und sauberes Wasser im Pool, langlebige Schwimmbadtechnik und eine gepflegte Poolanlage. Doch ohne eigenes Handeln ist das nicht möglich. Die Komponenten eines Pools müssen daher regelmäßig überprüft, gepflegt und angepasst werden. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen auch erklären, wie Sie die optimale Poolpflege durchführen, was es zu beachten gilt und warum einige Schritte zur Instandhaltung zwingend notwendig sind.

Warum ist die Poolpflege und die Instandhaltung so wichtig?

Wird die Reinigung vernachlässigt, haben sie oft mit einer schlechten Wasserqualität, Verschmutzungen oder im schlimmsten Fall sogar mit Algen zu kämpfen. Damit Ihnen solche Probleme erspart bleiben ist es wichtig, dass der Pool bestmöglich gepflegt wird. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie das tun.

Tägliche Aufgaben

Jeder Poolbesitzer kennt es: man schaut sich den eigenen Pool im Garten an und sieht einige Blätter im Wasser schwimmen. Das passiert vor allem dann, wenn keine Abdeckung auf dem Pool liegt. Dies kann auf Dauer zu einer nervigen Angelegenheit werden. Benutzen Sie deshalb täglich eine Kescher um groben Schmutz aus Ihrem Schwimmbad zu holen und achten Sie auf mögliche Veränderungen des Poolwassers. Sollten Sie Kalkablagerungen, Algenbefall oder andere Veränderungen wie z.B. Undichtigkeiten feststellen, sollten Sie sich direkt darum kümmern. Des Weiteren sollte jeden Tag der Skimmerkorb entleert und eventuell ausgespült werden.

Wöchentliche Aufgaben

  1. Wasserwerte überprüfen:
    Wasserpflegeprodukte wirken nur bei einem korrekt eingestellten pH-Wert. Deshalb ist es wichtig, dass die Wasserwerte (pH und Chlor) mindestens einmal pro Woche mithilfe von Teststreifen, Schütteltests oder einem elektronischen Messgerät kontrolliert werden. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 7,0 und 7,4. Sollte der Wert nicht stimmen, müssen Sie ihn mit pH-Plus und pH-Minus anpassen.
  2. Wasserlinie reinigen:
    Reinigen Sie die Wasserlinie, den Boden und die Wände Ihres Schwimmbeckens. Dafür können Sie eine Teleskopstange in Kombination mit einer Poolbürste, einen Schwimmbadsauger oder im besten Fall einen automatischen Poolroboter verwenden.
  3. Filterrückspülung durchführen:
    Wir empfehlen Ihnen einmal pro Woche eine Filterrückspülung für 2 Minuten durchzuführen und auf den Wasserstand zu achten. Dadurch bleibt Ihnen das Filtermaterial länger erhalten und das Frischwasser, das nach der Rückspülung wieder hinzugegeben wird, wirkt sich positiv auf die Wasserqualität Ihres Pools aus.
  4. Algenschutzmittel hinzugeben:
    Um grünes, schleimiges und stinkendes Wasser im Pool zu vermeiden, sollte man die Vorbeugung nicht vernachlässigen. Geben Sie dafür einmal wöchentlich Algenverhütungsmittel in das Becken. Die Dosiermenge entnehmen Sie dem Hinweis auf der Verpackung des von Ihnen ausgewählten Algizids.

Sonstige Aufgaben

Reinigen Sie bei Bedarf das Becken und den Beckenrand, sowie 1 bis 2 Mal pro Jahr die Poolabdeckung. Dies können Sie mit einer Bürste oder einem Dampfstrahlgerät tun. Falls Sie eine Wärmepumpe verwenden, sollten Sie auch die Lamellen auf der Rückseite der Wärmepumpe reinigen. Die Lamellen dürfen auf keinem Fall verdreckt sein.

Salzelektrolyse: kinderleichte Wasserpflege

Für eine noch einfachere Poolpflege kann die Salzelektrolyse sorgen. Sie stellt eine hautfreundliche und natürliche Alternative zum Chlor dar. Hierfür wird Poolsalz in das Poolwasser gegeben, das dann durch die Elektrolysezelle im Filterkreislauf in Aktivchlor umgewandelt wird. Das Aktivchlor zerstört die Bakterien und Mikroorganismen im Poolwasser und übernimmt somit die Wasserdesinfektion. Das nicht verbrauchte Aktivchlor wandelt sich wieder in Salz um. So entsteht kein unnötiger Geruch von Chlor.

Die Vorteile zusammengefasst:

  • natürliches und umweltschonendes Konzept
  • das Poolwasser fühlt sich weich an
  • keine Haut-, Augen- oder Schleimhautreizungen
  • geringer Aufwand, da nicht ständig nachdosiert werden muss
  • riecht nicht nach Chlor
  • Poolwasser schmeckt nicht nach Salz (Konzentration im Meer ist etwa 10-mal so hoch)

Lohnt sich ein Poolroboter?

Selbstverständlich kann man die Poolreinigung auch ohne einen Reinigungsroboter meistern. Entspannter ist es allerdings, wenn ein Roboter die Arbeit für Sie übernehmen kann. Wer nicht immer die ganze Arbeit von Hand machen möchte, kann einige Schritte der Poolreinigung automatisieren. Diese Möglichkeit bietet Ihnen ein Poolroboter.

Ein Poolroboter kann man sich wie einen Staubsauger für den Pool vorstellen. Es gibt halbautomatische Modelle die am Skimmer angeschlossen sind, vollautomatische Modelle die sich selbstständig im Pool bewegen und sogar Modelle, die auch von alleine die Wände hochfahren und reinigen können.

Ein optimaler vollautomatischer Poolroboter…

  • wird vom eigenen Motor betrieben
  • hat einen Behälter zum Sammeln von Schmutz
  • arbeitet unabhängig von der Filteranlage
  • verfügt auch über spezielle Bürsten für glatte Wände
  • verfügt über einen Caddy zum Transportieren

Nachteil: Diese Roboter können keine Treppen, engen Winkel oder ähnliches reinigen.

Steuern können Sie den Poolroboter via Automatik Steuerung, Funkfernsteuerung am Gerät oder per App.

Kosten: halbautomatische Roboter ab 79 Euro, einfache automatische Poolroboter für wenige hundert Euro bis hin zu 2.000 Euro und mehr.

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Das Filtermaterial in der Filteranlage

Ein wesentlicher Bestandteil der Instandhaltung ist das Filtermaterial im Sandfilter. Das Filtermaterial kann mit der Zeit verkalken und stark verschmutzen, deshalb ist ab und zu eine Reinigung notwendig. Es gibt mehrere Filtermaterialien, die jeweils eine unterschiedliche Lebensdauer haben. Diese sollten eingehalten werden. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihre Filteranlage.

Hier eine kleine Auflistung der Filtermaterialien für die Filteranlage:

  • Filtersand: 2 - 3 Jahre
  • Filterglas: 5 – 7 Jahre
  • AFM: 10 - 12 Jahre
Eine Poolabdeckung erleichtert Ihnen die Poolpflege

Die Poolabdeckung

Eine Poolabdeckung ist sehr wichtig für die Instandhaltung Ihres Schwimmbads, denn sie schützt das Becken oder die Poolfolie vor UV-Strahlung und Schmutz. Somit wird die Lebensdauer gesteigert und die Reinigung des Pools ist um einiges leichter als ohne Abdeckung. Vor allem dann, wenn der Pool beheizt wird, ist es zwingend notwendig eine Poolabdeckung zu nutzen. Durch eine Poolabdeckung wird nämlich der Wärmeverlust reduziert und somit keine kostbare Energie verschwendet.

Empfehlung: Bitte verwenden Sie ausschließlich lichtundurchlässige Poolabdeckungen. Durchsichtige Poolabdeckungen bietet Algen einen optimalen Raum zur Vermehrung, denn Algen benötigen Wärme und Licht. Vor allem bei der Überwinterung kann das zu einem ernsten Problem werden.

Überwinterung

Ein weiterer Teil der Instandhaltung ist die Überwinterung. Wenn sich die Badesaison dem Ende neigt, so muss der Pool auf den Winter vorbereitet werden. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Pool so vorbereitet wird, dass keine Frostschäden am Becken und an der Schwimmbadtechnik entstehen können. Auch eine starke Verschmutzung des Beckens und des Wassers stellt Ihnen bei der späteren Inbetriebnahme einige Steine in den Weg. Wie Sie das machen können Sie in unserem Blogbeitrag "Überwinterung" nachlesen.

Fazit

Auch wenn der Pool mit sehr viel Spaß und Entspannung verbunden wird, ist dafür auch ein wenig Arbeit nötig. Wenn Sie regelmäßig Ihren Pool, das Poolwasser und die Schwimmbadtechnik pflegen, dann wird Ihnen der Pool lange erhalten bleiben und Sie können bedenkenlos in Ihrem eigenen Schwimmbad schwimmen gehen.

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