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Wieso ein Schwimmbecken mit Styropor sinnvoll sein kann

25.06.2020 14:10 0 Kommentare

Schwimmbecken im Garten

Träumen Sie von einem perfekten Haus? Dann gehört ein Swimmingpool unbedingt dazu. Was gibt es Schöneres, als sich nach schweißtreibender Gartenarbeit im Pool zu erfrischen oder den Geburtstag oder ein Jubiläum mit einer Pool-Party zu feiern? Ein Schwimmbecken im eigenen Garten bietet Erfrischung und Abkühlung, ohne dass Sie erst kilometerweit fahren müssen. Ein Pool hat jedoch nicht nur einen hohen Freizeitwert, sondern steigert auch den Wert Ihres Grundstücks. Die Kosten für Bau und Betrieb sind eine Investition, die sich bezahlt macht. Es gibt verschiedene Arten von Schwimmbecken. Darunter erfreut sich der Styroporpool ganz besonderer Beliebtheit. Worauf Sie beim Bau achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist ein Styroporpool?

Der Styroporpool ist ein gemauertes Schwimmbecken, dessen Steine aus Styropor gefertigt sind. Die Steine aus Styropor werden industriell gefertigt und zu Ihnen in den Garten geliefert. Dort können Sie das Schwimmbecken selbst zusammenbauen. Die Steine werden durch ein Stecksystem und Bewehrungseisen miteinander verbunden und bilden eine feste Mauer. Mit Styropor können Sie nicht nur einen Rechteckpool, sondern auch ovale oder sogar runde Schwimmbecken bauen. Damit kein Wasser austreten kann, wird der Styroporpool innen und außen mit Folie verkleidet. Sie können den Styroporpool als Komplettset inklusive Treppe oder Leiter, Filtertechnik und Einlaufdüsen kaufen, oder ihn auch selbst bauen und bloß Teile wie Treppe, Umwälzpumpe oder Einlaufdüsen fertig bestellen.

Welche Vorteile hat ein Pool aus Styropor?

Schwimmbecken aus Styropor sind sehr beliebt, weil sie im Vergleich zu alternativen Varianten viele Vorzüge haben. Die folgende Aufzählung erwähnt nur einige davon

  • Es handelt sich um einen "richtigen" Pool mit einem ins Erdreich eingelassenen Becken
  • Sie können Größe und Form frei wählen
  • Selbst runde oder ovale Schwimmbecken können aus Styropor gebaut werden
  • Fachgerecht gebaut, hält der Pool viele Jahre
  • Styropor ist leicht und lässt sich gut bearbeiten
  • Styropor ist korrosionsbeständig und wärmedämmend
  • Ein Pool aus Styropor ist relativ preisgünstig

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Bauen mit Styroporsteinen

Obwohl dieser Punkt nicht direkt zu den Vorteilen eines Styroporpools gehört, sollte er an dieser Stelle trotzdem erwähnt werden. Bauen mit Styroporsteinen ist wesentlich einfacher als mit anderen Baustoffen, beispielsweise Ziegelsteine oder Beton. Steine aus Styropor sind leicht. Sie sich einfach die Steine an die Haustür liefern lassen und von Hand bis zur Baustelle transportieren. Bauen Sie mit Ziegelsteinen oder Beton, muss ein Lkw bis zur Baustelle fahren können. Bei einem Fertigpool muss sogar Platz für einen Tieflader und einen Kran geschaffen werden.
Bauen mit Styroporsteinen ist auch deshalb einfach, weil sie sich leicht bearbeiten lassen. Direkt vor Ort können Sie beispielsweise Öffnungen für Einlaufdüsen, Beleuchtung oder andere Leitung selbst zuschneiden. Da die Styroporsteine nur ineinander gesteckt werden, ist es relativ einfach, einen Rechteckpool selbst zu bauen. Ein Schwimmbecken, beispielsweise einen Rechteckpool, mit Styroporsteinen zu bauen, ist auch für Heimwerker mit etwas Geschick und Erfahrung möglich.

Welche Nachteile besitzt ein Styroporpool?

Wie jedes Produkt haben auch Schwimmbecken aus Styroporsteinen einige Nachteile. Das sind unter anderem:

  • Amtkosten werden oft unterschätzt
  • Hoher Aufwand beim Bauen
  • Geringere Haltbarkeit als andere Pools

Die einzelnen Punkte werden in den folgenden Abschnitten kurz erläutert.

Gesamtkosten

Bei einem Styroporpool müssen Sie nicht nur die Kosten für die Steine oder Zubehör wie die Treppe, Filteranlage nebst Einlaufdüsen und Umwälzpumpe sowie Beleuchtung einkalkulieren. Es kommen ganz erhebliche Baukosten auf Sie zu. Die Grube für den Pool muss ausgehoben werden, elektrische Anschlüsse sowie Rohrleitungen verlegt, Beton gegossen und Pflasterarbeiten ausgeführt werden. Für den Pool benötigen Sie eine Reihe von Zubehör, beispielsweise einen Poolreiniger, eine Abdeckung und eventuell eine Heizung. All das treibt den Preis nach oben.

Hoher Aufwand beim Bauen

Einen Pool aus Styropor zu bauen, ist ein großes Projekt, das Zeit, Kraft und Erfahrung erfordert. Mit den Styroporsteinen können Sie zwar gut bauen, aber auch das will gelernt sein. Zudem muss eine Baugrube ausgehoben, dann aus den Styroporsteinen die Beckenwand gebaut, mit Folie ausgekleidet und mit Beton hinterfüllt werden. Einen Rechteckpool können Sie mit den Styroporsteinen noch relativ einfach bauen, schwierig wird es bei ovalen oder gar runden Schwimmbecken.

Geringere Haltbarkeit

Diese Aussage bezieht sich auf einen Vergleich mit einem gemauerten oder betonierten Schwimmbecken oder einen Pool aus Edelstahl. Im Prinzip können Sie auch mit Styroporsteinen solide bauen, besonders einen Rechteckpool. Der Schwachpunkt eines Pools aus Styropor ist die Folie. Die Folie wird zum Verkleiden der Wand aus Styroporsteinen benötigt. Sie verhindert, dass Wasser durch die Steine einfach im Erdreich versickert. Das Problem: die Folie hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Hersteller geben als Lebensdauer für ihre Folie, die speziell für Schwimmbecken entwickelt wurde, im Durchschnitt 5 - 10 Jahre, maximal 15 Jahre an. Danach ist die Folie spröde, rissig und voller Löcher und muss ausgetauscht werden.

Pool

Schritt für Schritt zum Styroporpool

Bei den folgenden Tipps handelt es sich nur um allgemeine Hinweise. Ein Schwimmbecken, selbst einen standardisierten Rechteckpool mit den Abmessungen 8 x 4 x 1,5 m zu bauen ist ein großes Vorhaben, das sorgfältige Planung und Fachkenntnisse erfordert.

1. Baugrube und Fundament ausheben

Zunächst einmal müssen Sie eine ausreichend große Baugrube ausheben. Das dafür benötigte Gerät (Minibagger) können Sie mieten. Die Baugrube muss größer und tiefer sein als der spätere Pool, weil ein Betonfundament gegossen werden muss. Das müssen Sie bei der Tiefe der Baugrube berücksichtigen. Sie können einen Styroporpool nicht einfach auf einem Kiesbett in der Grube errichten. Das Fundament muss fachmännisch angelegt werden, da es dem Gewicht des Wassers standhalten muss. Die Baugrube muss außerdem länger und breiter als der Rechteckpool sein, weil die Wand aus Styroporsteinen mit Beton hinterfüllt werden muss, um ihr Stabilität zu geben.
Unter Umständen muss auch Platz für einen Serviceschacht gelassen werden, in dem die Umwälzpumpe und Filteranlage stehen werden und in dem die Einlaufdüsen und elektrischen Anschlüsse verlaufen.

2. Poolwände mit Styroporsteinen bauen

Am besten ist es, wenn Sie bei einem namhaften Händler Online einen Styroporpool als Komplettset bestellen. Das Set besteht aus der notwendigen Anzahl von Styroporsteinen, Bewehrung, Filter, Treppe oder Leiter, Einlaufdüsen und weiteren Zubehör. Wie die Steine verarbeitet werden, ist genau erklärt. Die Steine sind hohl. Um ihnen Gewicht und Stabilität zu geben, müssen sie mit Beton gefüllt werden. Das kann mit einer Betonpumpe (Mietgerät) oder auch per Hand erfolgen. Vor dem Befüllen müssen aber erst noch die Einlaufdüsen und andere Leitungen verlegt werden. Die Löcher für die Einlaufdüsen und andere Leitungen können Sie selbst zurechtschneiden. Stahlstäbe oder Gitterkörbe aus Stahlgeflecht werden beim Bau der Wände eingefügt, um die notwendige Statik zu gewährleisten. Welche Methode anzuwenden ist, hängt von den örtlichen Baubestimmungen ab. Einen Rechteckpool bauen Sie aus standardmäßigen Styroporsteinen. Für runde oder ovale Schwimmbecken gibt es spezielle Bogensteine. Manche Hersteller liefern spezielle Steine für die Treppe, bei anderen können Sie die Treppe als fertiges Bauteil kaufen. Alternativ eignet sich auch eine Leiter als Ein- und Ausstieg. Diese ist allerdings nicht so bequem.

3. Hinterfüllen und Verspachteln

Wenn die Einlaufdüsen und die andere Technik installiert ist, müssen die Wände mit Beton hinterfüllt werden, damit der Styroporpool die notwendige Stabilität bekommt. Zuvor wird die Außenwand des Pools mit einer speziellen Folie verkleidet, die den Styroporsteinen Schutz gegen aggressive Stoffe aus dem Beton und dem Erdreich gibt. Nach dem Hinterfüllen müssen Sie warten, bis der Beton ausgehärtet ist und sich gesetzt hat. Danach werden die Wände des Pools verspachtelt. Anschließend ist es Zeit, die Treppe einzubauen. Bei einem Rechteckpool platzieren viele die Treppe in einer Ecke, weil das mehr Platz zum Schwimmen lässt. Das Verspachteln ist notwendig, damit die Wände schön glatt werden. Bei unebenen Wänden zeichnen sich bei Sonnenschein oder Scheinwerferlicht selbst kleine Unebenheiten gut sichtbar ab.

4. Mit Folie auskleiden

Dieser letzte Schritt erfordert viel Erfahrung und Geschickt. Die Folie muss faltenfrei verlegt werden und absolut dicht sein. Beim Verlegen müssen Sie zudem beachten, dass die Folie nach einigen Jahren erneuert werden muss. Sie muss sich bei Bedarf wieder entfernen lassen.

5. Abschließende Arbeiten vornehmen

Dabei geht es hauptsächlich darum, den Styroporpool mit einem Rand zu versehen. Am besten sind beispielsweise Gehwegplatten oder Ähnliches. Achten Sie darauf, dass die Umrandung auch bei Nässe guten Halt gibt. Der Rand des Pools sollte etwas über den umgebenden Rasen hinausstehen, damit bei Regen oder Wind kein Schmutz ins Schwimmbecken gelangt.

Pool aus Styropor selbst bauen oder bauen lassen?

Für die meisten Menschen stellt wahrscheinlich eine Mischung aus beiden Optionen die beste Lösung dar. Bestimmte Bauabschnitte erfordern einen Fachmann. Das trifft beispielsweise auf das Fundament zu. Zuvor muss beispielsweise eine Bodenuntersuchung stattfinden, um festzustellen, ob der Untergrund tragfähig genug ist. Ein Rechteckpool in Standardabmessungen wiegt voll mit Wasser mehr als 45 Tonnen. Auch die elektrischen Anschlüsse sollte ein Fachmann verlegen. Auf der anderen Seite lassen sich, zumindest bei einem Rechteckpool, die Wände relativ leicht aus den Styroporsteinen selbst bauen.

Tipp:
Planen Sie trotzdem für das Projekt mindestens 2 - 3 erfahrene und kräftige Helfer ein. Allein ist es sehr mühsam und kaum zu schaffen.

Entspannung im eigenen Pool

Worauf müssen Sie bei einem Styroporpool achten?

Bevor Sie überhaupt mit der Planung anfangen, müssen Sie beim Bauamt oder der Gemeindeverwaltung eine Baugenehmigung beantragen. Ohne Genehmigung droht Ihnen im schlimmsten Fall ein Rückbau.
Wählen Sie den Standort für Ihren Pool mit Bedacht. Wie im vorigen Abschnitt bereits erwähnt, muss der Untergrund tragfähig genug sein. Am besten wählen Sie einen sonnigen und offenen Standort. In der Nähe dürfen keine Bäume stehen. Ihr Schatten kühlt das Wasser ab, das Laub und die Äste verschmutzen es. Der Pool sollte auch nicht zu dicht an der Grundstücksgrenze stehen. Sorgen Sie für Sichtschutz. Am besten und natürlichsten sind Hecken. Bis die gewachsen sind, tun es auch eine Plane oder Folie für den Sichtschutz.
Bei der Berechnung der Kosten berücksichtigen Sie außer dem Pool auch Kosten für den Bau, Transport, Beton und notwendiges Zubehör.

Welche Alternativen zum Styroporpool gibt es?

Beliebte Alternativen zu Schwimmbecken aus Styropor sind:

  • Aufstellpools
  • Fertigpools
  • gemauerte oder betonierte Pools

Aufstellpools

Aufstellpools haben viele Vorteile. Sie lassen sich schnell errichten, weil sie aus Fertigteilen zusammengesetzt werden. Sie benötigen keine Baugrube, weil sie einfach auf einer ebenen Fläche aufgebaut werden. Deswegen sind sie erheblich günstiger als andere Pools.
Andererseits sind sie nicht winterfest und haben nur eine Lebensdauer von wenigen Jahren. Zudem handelt es sich meistens um eher kleinere Schwimmbecken, die einen provisorischen Eindruck machen.

Fertigpools

Im Gegensatz zum Pool aus Styropor, der aus den Styroporsteinen gebaut werden muss, wird das Schwimmbecken des Fertigpools bereits in der Fabrik hergestellt und in einem Stück geliefert. Das spart viel Arbeit und Geld. Andererseits kann es Probleme mit dem Transport und der Aufstellung geben, weil ein Tieflader und Kran benötigt werden, die entsprechend Platz brauchen. Fertigpools werden aus Polyester, Fiberglas oder in der Luxusvariante aus Edelstahl gefertigt.

Gemauerte Pools

Das ist die klassische Variante des Swimmingpools. Sie sind langlebiger als ein Pool aus Styropor, allerdings auch wesentlich teurer. Die Pools werden entweder aus Ziegelsteinen gebaut, die anschließend verputzt werden oder aus armierten Beton gegossen. Um Wartungskosten zu sparen, werden die Wände oft gefliest.

Fazit

Schwimmbecken aus Styropor sind sehr beliebt, weil sie einen guten Kompromiss zwischen Fertigpools und einem klassischen gemauerten Schwimmbecken darstellen. Einerseits kann ein Styroporpool zu großen Teilen in Eigenregie gebaut werden. Andererseits ist er erheblich solider als ein Aufstellpool. Zudem bleibt genügend Raum für individuelle Gestaltung. Am besten ist es, wenn Sie sich den Styroporpool als Bausatz bei einem namhaften Online Händler bestellen. Außer den Styroporsteinen enthält das Komplettset auch Zubehör wie Filteranlage, Treppe, Einlaufdüsen und andere Teile. Obwohl das Bauen eines Styroporpools einfacher ist als das eines klassischen Swimmingpools, ist es trotzdem ein Großprojekt. Es bedarf gründlicher Vorbereitung und sorgfältiger Planung. Selbst wenn Sie ein erfahrener Heimwerker sind, werden Sie höchstwahrscheinlich nicht ohne die Hilfe von Fachleuten auskommen, zumindest in Teilbereichen. Darüber hinaus benötigen Sie beim Montieren des Bausatzes mindestens 2 - 3 gute Helfer, die Sie unterstützen.
Wenn Sie alles richtig machen, werden Sie und Ihre Familie so manchen schönen Sommer am Pool verbringen und die Mühen beim Bau werden bald vergessen sein.

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