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Einen Pool bauen: Was kostet das?

26.10.2020 08:38 0 Kommentare

Wie schön es ist, einen Pool im eigenen Garten zu haben, merken immer mehr Menschen. Anstatt sich mit irgendwelchen Zugangsbeschränkungen oder langen Anfahrtswegen herumärgern zu müssen, können Sie einfach Urlaub im eigenen Garten machen. Sicher würden sich noch viel mehr Leute für ein privates Schwimmbecken im Garten entscheiden, wenn da nicht das Problem mit den Kosten wäre. Natürlich können Sie sich auch einen Pool für weniger als 1.000 € in den Garten stellen. Das wird dann allerdings kaum mehr als ein großes Planschbecken für die Kinder und ist zum Baden oder gar Schwimmen kaum geeignet.

Pool im Garten

Wenn Sie dagegen ein Schwimmbecken möchten, das diesen Namen auch verdient, müssen Sie schon mit mehreren Tausend Euro rechnen. Die Kosten sollten Sie jedoch nicht davon abhalten, sich Ihren Traum zu erfüllen und sich Ihren eigenen Pool zu bauen. Zum einen gibt es Möglichkeiten zur Finanzierung. Zum anderen können Sie durch verschiedene Maßnahmen beim Poolbau sparen. Außerdem steigt durch ein Schwimmbecken im Garten der Wert Ihrer Immobilie beträchtlich. In relativ kurzer Zeit kommen dadurch die Kosten für den Poolbau wieder herein. Welche Kosten Sie konkret beim Poolbau erwarten, erfahren Sie hier.

Kostenfaktoren beim Bauen eines Pools

Die Kosten für ein Schwimmbecken variieren sehr stark. Zu den wichtigsten Faktoren gehören:

  • Art des Pools
  • Größe
  • Material
  • Kosten für Zubehör
  • Betriebskosten
  • Verschiedene Typen von Pools

Von den Fertigbecken sind Kunststoff-Framepools und Stahlwand-Pools die günstigsten Varianten. Sie benötigen kaum vorbereitende Arbeiten im Garten. Den Poolbau können Sie selbst vornehmen und auch die Kosten für Zubehör und Unterhalt bleiben im Rahmen. Dafür halten diese Swimmingpools aber auch nur wenige Jahre und sind nicht winterfest.
Andere Poolarten wie GFK Pools oder Schwimmbecken aus Styropor, Folie, Beton oder gar Edelstahl sind wesentlich teurer. Das liegt daran, dass ihr Einbau in den Boden erfolgen muss. Das erhöht den Aufwand und somit die Kosten erheblich, weil zur Fertigstellung des Beckens umfangreiche Bauarbeiten notwendig sind, die in den Kosten für den Pool nicht enthalten sind.

Die Größe

Die Größe ist ein entscheidender Faktor für die Kosten. Je größer das Becken, umso mehr kostet der Pool. Auf der anderen Seite muss das Schwimmbecken aber eine ausreichende Größe besitzen, damit Sie schwimmen können. Ein Standardpool für den Garten hat Abmessungen von 8 x 4 m. Was die Tiefe angeht, empfehlen Experten maximal 1,5 für das Becken. In der Praxis ergibt das eine Tiefe des Wassers von ca 1,35 - 1,40 m. Das ist tief genug, um zu schwimmen, gleichzeitig aber auch noch flach genug, damit Erwachsene im Wasser stehen und sich unterhalten oder Ball spielen können.

Das Material

Neben der Größe bestimmt das Material zu einem großen Teil, wie teuer es wird, den Swimmingpool zu bauen. Von den Fertigbecken bietet wahrscheinlich der Stahlwand Pool das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Stahlwand ist stabil, das Becken kann relativ groß ausfallen und beim Bauen gibt es keinen größeren Aufwand. Fast so günstig wie ein Stahlwand-Pool ist auch ein Styropor Pool. Den können Sie zum großen Teil selbst bauen, weil sich die Styroporsteine bequem mit der Hand verarbeiten lassen. Boden und Wände des Beckens bestehen aus Styroporsteinen, die mit einer Spezialfolie ausgekleidet werden, die kein Wasser durchlässt.
Ein GFK-Swimmingpool wird dagegen als fertiges Becken geliefert, das in die Baugrube eingelassen wird. Das verringert den Aufwand beim Bauen beträchtlich. Allerdings ist das GFK Becken teurer und der Transport umständlich.
Noch teurer ist ein klassischer Pool mit einem Becken aus Beton oder verputzten Ziegeln. Wenn Sie über handwerkliches Geschick und Zeit verfügen, können Sie so ein Schwimmbecken selbst bauen.
Ein Becken aus Edelstahl stellt das Beste vom Besten dar. Das Becken wird in der Regel individuell nach den Angaben des Kunden gefertigt und in einem Stück an den Aufstellungsort transportiert. Diese Variante ist sehr teuer. Dafür hat ein Edelstahl-Becken eine fast unbegrenzte Lebensdauer.

Kosten für Zubehör

Wenn Sie ein Schwimmbecken im Garten bauen, müssen Sie nicht nur die Kosten für den Pool berücksichtigen. Sie benötigen auch Zubehör, um den Swimmingpool betreiben zu können. Dazu gehören unter anderem:

  • Filteranlage & Umwälzpumpe
  • Poolheizung
  • Poolabdeckung
  • Sicherheitszaun
  • Poolsauger & Skimmer
  • Treppe oder Leiter zum Ein- und Ausstieg
  • Unterwasserbeleuchtung

Diese Dinge sind in der Regel nicht im Lieferumfang enthalten, wenn Sie einen Pool bestellen, sondern müssen separat bestellt werden.

Betriebskosten

Mit den einmaligen Kosten für den Poolbau ist es nicht getan. Ihr Swimmingpool verursacht auch laufende Kosten für den Betrieb. Das sind zum Beispiel Kosten für Strom (Pumpe, Heizung) und Wasser, aber auch für Chemikalien, Reparaturen und Ersatzteile. Je nach Größe des Pools und der Intensität der Nutzung sind die Kosten sehr unterschiedlich. Je größer der Swimmingpool, umso höher sind auch die Betriebskosten. Selbst bei einem kleinen Pool müssen Sie bereits mit ca. 700 € pro Jahr an Betriebskosten rechnen.

Planung und Baukosten

Die Baukosten

Ein wesentlicher Kostenpunkt wurde aber noch gar nicht erwähnt: die Baukosten. Lediglich einen kleinen Fertigpool können Sie einfach so auf dem Boden oder auf der Wiese im Garten aufstellen. Für alle anderen Becken stellt der Poolbau ein umfangreiches Vorhaben dar, dass erheblichen Aufwand erfordert und Kosten verursacht. In der Praxis sieht das in etwa so aus:

Aushub

Für den Einbau des Beckens muss der Boden ausgehoben werden, um die Baugrube zu schaffen. Wie viel das kostet, hängt davon ab, wie viel Boden bewegt werden muss und wie er beschaffen ist. Lockerer, sandiger Boden kann besser ausgehoben werden als steiniger. Dazu kommen noch die Kosten für den Abtransport. In der Regel muss der Boden auf einer Deponie entsorgt werden. Das kostet zusätzlich Geld. Für einen durchschnittlichen Swimmingpool können Sie beim Poolbau für den Aushub um die 500 € einrechnen. Baufirmen erledigen die Arbeit an einem Tag.

Fundament

Der nächste Schritt im Poolbau stellt der Bau des Fundaments dar. Der Boden muss geebnet und eine Schicht Kies und Schotter aufgeschüttet werden, auf der die Betonplatte gegossen wird. Eventuell sind Armierung und Hinterfütterung erforderlich. Die Kosten pro Quadratmeter betragen zwischen 15 - 54 €. Für einen Swimmingpool in Standardgröße können Sie mit etwa 1.000 € rechnen.

Betonieren

In der letzten Phase beim Poolbau werden die Wände betoniert. Dafür müssen Sie noch einmal 1.000 € einplanen. Bei einem Fertigbecken müssen die Wände mit Beton hinterfüllt werden, um ihnen die notwendige Stabilität zu geben.

Sonstige Kosten

Wenn Sie einen Swimmingpool bauen, fallen noch weitere Kosten an. Je nach der Größe des Vorhabens müssen Sie für den Poolbau einen Architekten beauftragen, Baupläne müssen erstellt und Genehmigungen eingeholt werden. Wenn Sie sich für ein Fertigbecken entscheiden, ist es mit dem Einbau im Garten nicht getan. Der Transport eines GFK oder Edelstahlbeckens ist aufwendig. Vor dem Einbau müssen die elektrischen Anschlüsse und die Wasserversorgung fertiggestellt werden.

Rechenbeispiel für den Einbau eines GFK-Beckens

In dem gewählten Beispiel werden die durchschnittlichen Kosten beim Bauen eines Swimmingpools mit den Abmessungen 5 x 3 x 1,2 m zugrunde gelegt. Die Kosten verteilen sich wie folgt:

  • GFK-Becken inklusive Lieferung: ca. 7.500 €
  • Aushub inklusive Entsorgung: 5.500 €
  • Fundament: 600 €
  • Betonarbeiten: 1.100 €

Zusammen ergibt das 14.700 €. Das sind jedoch noch nicht die gesamten Kosten für den Poolbau. Sie müssen noch die für den Einbau der Versorgungsleitungen und für das Zubehör dazu rechnen. Auch das Wasser für die Erstbefüllung kostet Geld.

Mit dem Einbau des Beckens ist der Poolbau noch nicht abgeschlossen. Die meisten Poolbesitzer verschönern die Umgebung des Swimmingpools noch zusätzlich. Der Beckenrand wird mit einer Fläche aus Platten umgeben, die zum Sonnen und Relaxen dienen. Dazu kommt vielleicht noch eine Überdachung als Standplatz für eine Bar oder eine Musikanlage.

6 Spartipps beim Bau eines Swimmingpools

Wenn Sie einen Pool bauen, haben Sie eine Reihe von Möglichkeiten zum Sparen. Nutzen Sie alle konsequent aus, können Sie einen beachtlichen Rabatt erzielen.

1. Preise vergleichen

Gleich, ob Sie den Pool selbst bauen oder fertig kaufen, lohnt sich ein Preisvergleich. Dadurch können Sie Material, Fertigteile und Zubehör erheblich günstiger kaufen, ohne Abstriche an der Qualität machen zu müssen.

2. Produkte online kaufen

Am besten kaufen Sie die für das Bauen benötigten Produkte in einem namhaften Onlineshop. Dort haben Sie die größte Auswahl mit günstigen Preisen. Zudem müssen Sie nicht kilometerweit fahren und die Bestellung wird zu Ihnen in den Garten geliefert. Bequemer und besser geht es kaum noch!

3. Komplettset bestellen

Dieser Punkt trifft besonders dann zu, wenn Sie einen Pool mit Fertigbecken (GFK oder Edelstahl) kaufen. Viele Onlineshops bieten Komplettsets an, in denen bereits das wichtigste Zubehör wie Umwälzpumpe, Sandfilter, Beleuchtung und Treppe oder Leiter enthalten sind. Das spart nicht nur Geld, Sie können auch sicher sein, dass die Teile sich für den Pool eignen.

4. In Eigenleistungen gehen

Damit können Sie beim Bauen am meisten sparen. Versuchen Sie, so viel wie möglich in Eigenleistung zu bauen. Bitten Sie Freunde, Nachbarn oder Kollegen um Unterstützung. Im Gegenzug veranstalten Sie für alle Helfer eine Poolparty, sobald der Pool mit Wasser gefüllt ist. Selbst hinterher können Sie die Helfer ab und zu zum Schwimmen einladen.

5. Fachleute beauftragen

Selbst der beste Heimwerker kann nicht alles allein machen. Für einige Arbeiten müssen Fachleute beauftragt werden. Recherchieren Sie online nach Firmen mit guten Referenzen und lassen Sie sich von 2 oder 3 unverbindliche Kostenvoranschläge erstellen. Das gehört bei soliden Firmen zum Service und gibt Ihnen eine Idee über die Kosten. Ein schriftlicher Kostenvoranschlag darf zudem maximal um 20 Prozent überschritten werden.

6. Pool befüllen

Wenn der Pool fertiggestellt ist, muss er natürlich mit Wasser befüllt werden. Auch dabei können Sie sparen. Sie sollten auf keinen Fall Wasser aus der Trinkwasserleitung nehmen. Das dauert lange und ist sehr teuer. Sprechen Sie besser mit den Stadtwerken. Die liefern das Wasser entweder in einem Tankfahrzeug an oder gestatten Ihnen, es aus dem nächsten Hydranten zu entnehmen. Das ist billiger und geht viel schneller.

Pool im Garten

Die gängigsten Arten von Pools

Es gibt viele verschiedene Varianten, sich einen Pool anzulegen. Hier finden Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Arten eines Pools:

  • Quick-up-Pool mit aufblasbaren Ring
  • Framepool mit Kunststoffbecken
  • Stahlwand Pool
  • Styropor Pool
  • GFK oder Polyester Becken
  • Betonbecken oder gemauertes Becken
  • Edelstahlbecken

Jeder der verschiedenen Arten hat sein Vor- und Nachteile. Ein Quick-up-Pool ist zwar günstig, hält aber nur wenig Wasser und ist zum Schwimmen nicht geeignet. Ein Stahlwand-Pool fasst dagegen deutlich mehr Wasser und eignet sich je nach Ausführung sogar zum Schwimmen. Allerdings ist er nur wenig dauerhaft. Andere Poolarten sind zwar dauerhaft, dafür aber erheblich teurer.

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Wie finanzieren Sie den Poolbau?

Das kommt darauf an, wie hoch die Gesamtkosten des Projekts sind. Wenn es sich nur um einen relativ einfachen Aufstellpool handelt, den Sie im Garten auf die Wiese stellen, eignet sich ein normaler Verbraucherkredit. Viele Händler bieten auch einen Kauf auf Raten an.
Planen Sie dagegen einen größeren Pool mit einem gemauerten oder vorgefertigten Becken bietet sich eine Finanzierung über Ihr Baudarlehen an. Reden Sie mit der Bank, die den Bau oder Kauf Ihrer Immobilie finanziert hat. Da der Swimmingpool den Wert Ihrer Immobilie beträchtlich erhöht, sollte es keine Probleme mit der Bewilligung des Darlehens geben.

Tipp:
Kalkulieren Sie das Darlehen lieber nicht zu knapp, sondern schlagen besser 10 Prozent für unvorhergesehene Ausgaben auf. Viele Banken gestatten die vorzeitige Tilgung eines Kredits ohne Strafgebühren.

Worauf sollten Sie beim Poolbau achten?

Überlegen Sie sorgfältig, wem Sie die Arbeiten anvertrauen. Nehmen Sie Kontakt zu renommierten Firmen auf. Lassen Sie sich am besten einige Referenzen geben und sprechen Sie mit anderen Poolbesitzern. Ein gutes Hilfsmittel zur Recherche ist das Internet. Dort genügt es häufig, die Phrase "Erfahrungen mit ...", gefolgt vom Namen der Firma einzugeben, um zu Foren zu gelangen, auf denen Verbraucher ihre Erfahrungen austauschen. Bitten Sie die Firma Ihrer Wahl um einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Dadurch wissen Sie, mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben. Per Gesetz darf ein schriftlicher Kostenvoranschlag nur um maximal 20 Prozent überschritten werden.

Planen Sie Ihren Pool sorgfältig!

Viele Menschen träumen davon, in ihrem Garten im eigenen Pool schwimmen zu können. Wenn es sich um mehr als nur ein Planschbecken handeln soll, ist es zwar ein großes Projekt, aber durchaus realisierbar. Damit der Poolbau gelingen soll, müssen Sie das Vorhaben sorgfältig planen und vorbereiten. Für einen Standard-Pool von 8 x 4 x 1,5 m Abmessung müssen Sie weit mehr als 10.000 € einrechnen. Das sollte Sie jedoch von dem Vorhaben abhalten. Die Kosten können zum Beispiel durch Eigenleistungen gesenkt werden. Zudem dürfte es kein Problem sein, eine Finanzierung für den Pool von der Bank zu bekommen. Das Geld für den Poolbau ist gut investiert. Dadurch erhöht sich nicht nur der Freizeitwert Ihres Gartens beträchtlich, auch der Wert des Anwesens steigt. Ein Pool im Garten ist eine Investition in die Zukunft. Zögern Sie nicht, sondern fangen Sie mit dem Poolbau an!

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